Malaysia – Kuala Lumpur

Eigentlich wollte ich diesem einen Zwischentag keinen Beitrag widmen, aber wir sind total positiv überrascht und das muss nieder geschrieben werden!

Zunächst aber flogen wir schnelle 2 Stunden von Siem Reap nach Kuala Lumpur und man ließ sogar im Flugzeug durch sagen, dass alle Passagiere, die am Fenster sitzen bitte nach der vermissten Maschine Ausschau halten sollen, da wir genau über die selbe Stelle flögen. Das war ein komisches Gefühl!
Im übrigen ist es nun das 2. Mal, dass wir live vor Ort sind, bei einem Geschehen, was die Welt bewegt. (Das erste war der Tod von Nelson Mandela) Und es ist schon interessant, wie andere Kulturen mit so etwas umgehen!
Überall ist die Maschine Gesprächsthema Nummer eins und man ist ungefragt sofort in ein Gespräch verwickelt und bekommt verschiedene Theorien vermittelt. Die meisten glauben (oder hoffen), dass alle noch am Leben sind.

Aber Kuala Lumpur hat uns aus einem anderen Grund positiv überrascht – wir hatten ganz vergessen wie unglaublich NETT und vielfältig die Menschen in Malaysia sind!!!
Egal ob wir nach dem Weg fragten, im Taxi saßen, am Flughafen eincheckten oder auf dem China-Market handelten – alle lächelten, halfen und freuten sich ihres Lebens.

Da waren unzählige Muslime mit Kopftüchern, Inder mit Punkten zwischen den Augen, Männer aus Bangladesch mit Nasenring, Chinesen mit langen Haaren im Gesicht und Malayen, die wir kaum von anderen Asiaten auseinander halten konnten, doch ALLE arbeiten, lebten, aßen und lachten mit-, über- und nebeneinander und das (zumindest offensichtlich) völlig gleichgültig der jeweiligen Religion oder Kulturunterschiede.
Wie großartig!!! So GANZ anders als in Südafrika…

Klar hatten wir die Vielfalt der Moscheen, Hindutempel und Kirchen schön Anfang Januar während unseres 1. Besuches bewundert, aber mit ein wenig Abstand und der Erfahrung in den anderen asiatischen Ländern, ist Malaysia wirklich ein bemerkenswertes Land.

Neben dieser positiven Erkenntnis erlitten wir auch einen kleinen Kulturschock in Kuala Lumpur, der uns wohl auf unsere baldige Rückkehr in die Zivilisation vorbereitet hat…

Denn nach nun weiteren 2,5 Monaten in Ländern in denen der Verkehr hauptsächlich eine Mischung aus lauten, dreckigen, unzivilisierten Rollern, Tuk Tuks, Ochsenkarren und schlechten Bussen bestand. Und Starbucks, MC Donalds und all der westliche Konsum noch nicht wirklich Einzug gehalten hat. War KL ein Schlag ins Gesicht. Überall schicke -klimatisierte!- Autos, Einkaufsmalls, Hochhäuserschluchten und ein Ampelsystem, welches Beachtung geschenkt wird. Wie schnell man das in 2,5 Monaten vergisst!

Und wie schön, dass wir nun in Nepal noch 2 Wochen zurück in diese wunderbar ursprüngliche, chaotische, asiatische Welt zurück dürfen, bevor es dann final ins zivilisierte zu Hause geht.

Danke KL für diesen kurzen Ausflug!

Advertisements

Malaysia – Penang

Und so düsten wir aus den Cameron Highlands zu der Insel Penang, wo wir uns eine schöne Unterkunft in der Stadt George Town gesucht haben. Penang liegt im Nord-Westen von Malaysia – nicht weit von der Grenze zu Thailand entfernt. Es ist bekannt für seine vielseitige Küche (angeblich die beste in ganz Südostasien) und so war es auch wenig verwunderlich, dass wir uns jeden Abend für kleines Geld den Magen bei den Straßenhändlern vollschlugen und von Plastikstühlen aus dem bunten Treiben auf den Gassen zu sahen.
Tagsüber schliefen wir zunächst so lange wie möglich – was beim dem schönen aber leider sehr hellhörigen Hostel nicht in unseren normalen Ausmaß möglich war – und vertrieben uns die Zeit mit Erkundungstouren durch die quirlige Stadt. Besonders erwähnenswert sind dabei zum einem die vielen Stencils (siehe Bilder) und zum anderen der Kok Lok Si Tempel. Hier konnten wir nach einstündiger Anreise mit dem normalen Linienbus und die Pagode der 10.000 Buddhas eine gut 30 Meter hohe Buddhastatue bestaunen. Julia bekam endlich ihre ersten Mönche zu sehen und die Welt war komplett in Ordnung. 🙂

Wir beschlossen nun Malaysia hinter uns zu lassen und nach Thailand zu fahren um hier das tolle Wetter auch einmal am Strand zu genießen.
Da wir uns nun nicht ganz sicher waren, wo die Reise in Thailand hingehen sollte, fragten wir einfach mal im Freundeskreis in Deutschland nach. Die Wahl fiel schnell auf die Insel Koh Phangan!

Cameron Highlands – die Gegend der Landrover!

Nach den Hochhäusern und der tropischen Hitze in KL sehnten wir uns nach Natur und einem erträglicheren Klima. Und so machten wir uns auf den Weg per Bus (4,5 Std.) zu den ‚Cameron Highlands‘, die bereits den Briten während ihrer Kolonialzeit als Erholungsort dienten. Hier soll es mehr Landrover (Defender) geben als Kleinwagen…

Hier blieben wir drei Nächte in Tanah Rata, der Hauptstadt, welche aber bloß aus einer Hauptstraße und wenigen Seitenstraßen besteht. Also alles schön überschaubar.

Am Abend der Ankunft fuhren wir per Taxi für 10 Ringgit (etwas mehr als 2€) in den nächsten Ort um uns den ‚Nachtmarkt‘ an zu sehen, der aber bedauerlicherweise relativ unspektakulär war (Ramsch, Essen und Gemüse sowie Erdbeeren) und so hatten wir innerhalb von 20min alle Stände einmal abgelaufen und suchten nach einem Taxi zurück. Lustigerweise stand unser Taxifahrer noch am Taxistand und so fuhren wir mit ihm wieder zurück und Fabian verhandelte einen ‚Special Price‘, da wir ihm ja innerhalb von 40min zwei Fahrten bescheerten – und tatsächlich ging er lachend drauf ein und wir zahlten 8 Ringgit 🙂

Mossy Forrest Tour
Für den nächsten Tag hatten wir eine Tour in den ‚Mossy Forrest‘ inkl. Tee Plantagenbesuch gebucht.
Und so fuhren wir um 9 Uhr mit einigen vielen anderen Touris in mehreren Landrovern zum Tee-Plantagenfeld, wo wir Bilder machten und ein paar Infos zum Teeanbau erhielten. Zum Beispiel, dass Tee verschiedene Güte-Grade hat, und der beste Tee nur aus den grasgrünen Blättern besteht, die gerade erst gewachsen sind und direkt gepflückt werden. Und das ALLE Teesorten aus ein und der selben Pflanze bestehen und erst die Fermentierungsart sie differenzieren.

Danach fuhren wir zum Mossy Forrest – einem Teil des ältesten Regenwaldes der Welt. Und er machte seinem Namen alle Ehre – es war super nass, neblig und moosig! Wenn man hochspringt und wieder landet, spürt man die Erschütterung noch mehrere Meter entfernt, da der Boden aus einer weichen 1,5m tiefen Hummusschicht besteht. Unser Guide war sehr kompetent und erklärte einige Pflanzen und Baumarten.

Wir sahen einige ‚Monkey Cups‘, eine Pflanze die auf dt. ‚Kannenpflanze‘ heißt. Als Monkey Cup wird sie bezeichnet, da sie sich bei Regen öffnet und das Wasser auffängt und theoretisch können Affen sie dann als Trinkgefäss nutzen. Tatsächlich macht die Pflanze das aber, damit Insekten in Ihren Bauch fliegen, die dann ertrinken, wenn sie sich schließt und sie kann sie dann fressen.
Klingt nicht nur spannend, sah auch faszinierend aus!

Und der Guide war darauf bedacht uns Europäern klar zu machen, dass jeder Regenwald für die gesamte Welt wichtig ist, da ein zerstörter Regenwald nicht wieder aufgebaut werden kann. Und im Gegensatz zu unseren normalen europ. Wäldern, die 4 Jahreszeiten ausgesetzt sind, also auch mal keine Blätter haben und nicht zur Luftreinigung dienen, ist ein Regenwald 365 Tage bewachsen und trägt somit viel wichtiger dazu bei, dass unsere Luft genießbar bleibt. Fazit: RETTET DEN REGENWALD!
P.S.: Und wusstet ihr, dass die Bäume im Regenwald keine ‚Jahresringe‘ haben, sowie unsere Bäume, wenn man sie durchsägt? – Diese entstehen nämlich durch die Jahreszeiten!

Joah und dann ging es noch zur Tee-Fabrik, die ganz nett war, aber halt nur aus ein paar Stationen bestand, bei denen man den Arbeitern und Maschinen beim Tee reiben und verladen zu schauen konnte. Wichtiger war wohl eher, dass die Touris danach den Tee kauften und in der ‚Tee‘-teria tranken und dazu Kuchen aßen. (Was wir bei den Preisen -zw. 1-2€- auch ohne weiteres taten.)

Es war also ein informativer Ausflug, mit netten -kompetenten- indischen Guides und die Teeplantage, auch wenn sie klein war, war sehenswert. Jetzt sind wir erst recht gespannt auf die großen Reisfelder in Vietnam!

Abends gingen wir dann an einem der Touri-Plastikstühlen-Restaurants super billig und gut indisch Essen. (Insgesamt ca. 10€, und das nur weil wir Bier tranken und Alkohol hier soviel kostet wie ein Abendessen, ansonsten waren es etwa 5€ für beide gewesen!!!)

Rafflesia-Dschungel Tour
Da wir im Mossy Forrest ja nicht wirklich viel liefen, buchten wir für den nächsten Tag dann die 4stündige Dschungel-Wanderung zur ‚Rafflesia‘, der Blume mit der weltweit größten Blüte, die bis zu einem Meter groß werden kann!
Ursprünglich wollten wir sie auf eigene Faust in Dschungel suchen, da wir keine Lust auf eine weitere Touri-Fahrt hatten, aber der Guesthouse-Besitzer erklärte uns, dass wir da maximal 2€ sparen würden, da das Gebiet außerhalb liegt und wir dazu einen Roller mieten müssten, da kein Taxi dahin will. Außerdem bräuchten wir einen Einheimischen-Guide, da nur diese wissen wo genau die Blume aktuell blüht und die meisten -die nicht offiziell im Tourismus arbeiten- können kaum Englisch.

Also wurden wir erneut einigen anderen Touris im Landrover abgeholt, enttäuschenderweise aber von einem asiatischen Guide und einem indischen Fahrer, die beide der englischen Sprache nicht so mächtig waren und so war die Stunde in Auto bis zum Startpunkt eine Stunde des Schweigens…

Und dann ging es im strammen Tempo mit zwei Männern aus der Region in den Dschungel. Diese Männer suchen nämlich tatsächlich ganz jährig den Dschungel nach ersten Spuren der Blume ab, damit man dann dort ein paar Monate später die Touris hin führen kann. Die Blume braucht nämlich mehrere Monate bis hin zu einem Jahr, bis aus einer schwarzen unscheinbaren Kugel diese riesige rote Blüte entsteht. Und dann zeigt sie sich bloß 5-7 Tage und verfällt dann langsam in einen hässlichen schwarzen Haufen, den unser Guide ‚Elephant Shit‘ (Elefantenkacke) nannte 🙂

Der 2 stündige Weg durch den Dschungel war mittelmäßig anstrengend, aber vor allem sehr matschig und nach kurzer Zeit sahen wir aus als hätten wir im Matsch gebadet. Aber irgendwie hatte das was 🙂

Angekommen an der Blume waren wir erstaunt was Mutter Natur immer so hin bekommt!
Sie war tatsächlich riesig und zu unserem Glück konnten wir verschiedene Stufen sehen – also sowohl die schwarzen Kugeln, die irgendwann zur Blume aufgehen, als auch einem großen aufgeplatzten Ball, der demnächst aufblüht, als auch Blume und ‚Elephant Shit‘.
Zu meinem großen Erschecken hatte es mich kurz vorm Rückweg erwischt – ein kleiner Blutekel hatte sich an mich ran gemacht! Ich bin ja eigentlich kein kreischendes Mädchen, aber zu wissen, dass da gerade ein glibberiges Schneckenartiges Vieh mein Blut saugt, war WIDERLICH!

Da ich zu blöd war, half mir der Guide (der trotz geringer Englischkenntnisse eigentlich ganz nett und lustig war) dieses kleine blutsaugende Monster von mir ab zu reißen. Weh getan hat es übrigens überhaupt nicht und auch wenn der Blutekel an einem fest ist, spürt man ihn nicht. Nichtsdestotrotz – Erfahrung abgehakt, brauche ich nicht nochmal 🙂
Und dann ging es 2 Stunden den selben Dschungelweg zurück, an den geparkten Landrovern demonstrierte man uns dann noch wie die Ureinwohner mit den Blasrohren jagen und dann fuhren wir wieder eine Stunde zurück. Allerdings dieses mal ein bisschen gesprächiger.

Exakt nach Eintreffen am Guesthouse fing es an zu Schütten, und da ich -das erste mal – etwas Magenprobleme hatte blieben wir bis abends im Zimmer.

Zum Abendessen probierten wir dann mal etwas namens ‚Steamboot‘ aus. Im Prinzip so etwas wie Fondue, nur dass die Basis Suppe ist. Außerdem kann der Topf in der Mitte geteilt sein, so dass man zweierlei Suppen wählen kann. Also probierten wir Curry- und Hühnersuppe. Dazu gab es 4 Teller voll mit verschiedensten Einlagen. Also Glasnudeln, dicke Nudeln, rohe Eier, Hühnchenfleisch, Garnelen, Venusmuscheln, Pilze, Salat und jede Menge verschiedenster Dinge, die wir nicht definieren konnten und alle komisch aussahen aber gleich schmeckten.
Fazit: Gesellige und sättigende Sache und eine schöne Alternative zum Fett-Fondue. Aber nicht so gut wie das ‚Hut-Fleisch-Fondue‘, dass ich mal in der Schweiz aß. Kennt ihr das?

Weiter geht’s nach Penang
Und nun sitzen wir erneut im Bus in Richtung Nord-West Malaysia, nach Penang (George Town). Dies soll einer der letzten Orte sein, an denen man das alte Malaysia noch spüren, schmecken und sehen kann. Denn hier leben alle Kulturen friedlich nebeneinander er und es gibt einen Stadtkern mit alten Häusern. (Also nicht nur Hochglanz-Hochhäuser)

Wir sind gespannt und berichten 🙂

Malaysia – Kuala Lumpur

Kuala Lumpur

Da fliegen innerhalb Asiens so günstig und Singapur so teuer ist, entschieden wir uns Silvester im weitaus günstigeren Kuala Lumpur zu feiern.

Der Flug von Singapur (SIN) nach Kuala Lumpur (KL) dauerte tatsächlich nur 40Minuten (statt 5 Stunden Bus)! Wie bereits erwähnt hatten wir ja einen netten Taxifahrer der uns in SIN zum Flughafen brachten, nun trafen wir aber in KL ultra-netten, dem wir hier ein paar Zeilen widmen:

Während der 40minütigen Fahrt erzählte er uns sooo viel, dass die Zeit verflog. – Er selbst sei Inder, in 2. Generation aber bereits in Malaysien. Sein Englisch war typisch indisch, aber sein Name ‚John Molton‘, da seine Eltern ihm einen typisch britischen Namen geben wollten. Außerdem war er Christ und als wir ihm ein bisschen von unserer Reise erzählten, war er total begeistert und sagte sehr oft, dass er sicher sei, dass ‚uns Gott auf unserem Weg beschütze, er uns helfe und uns leite‘. Äh, bis dato ich dachte immer Inder seien Hindus, buddhistisch, oder so in die Richtung…

Da er einen Freund hat, der im Reisebüro arbeitet, waren in den Taschen der Rückenlehnen unzählige Pläne und Prospekte und wir durften uns – kostenlos – mitnehmen, was uns gefiel.

Wir erzählten ihm, dass wir noch Visas für Thailand und Vietnam bräuchten und obwohl wir bereits am Flughafenschalter den Weg des Taxis vorher bezahlt hatten, fuhr er einen Umweg und brachte uns zu den Botschaften, so das wir die Öffnungszeiten der nächsten Tage sehen konnten. Er bestand dann sogar darauf, dass wir extra nochmal aussteigen und nachfragen, so dass wir auch ja nicht zu spät kommen!

Als wir dann am Wolkenkratzer des Apartmentkomplexes ankamen, war mir klar, dass die ‚Botschaftstour‘ und die Prospekte bestimmt ein Trinkgeld kosteten, doch zu unserer großen Überraschung sagte er, er habe das gern gemacht und nehme dafür kein Geld! Gott solle uns einfach beschützen!

Einfach nur WOW!

Eigentlich total schade, dass wir davon überrascht waren und dass es leider in unserer Welt nicht mehr normal ist, etwas einfach ’nur‘ aus Nettigkeit zu tun, ohne eine Gegenleistung zu verlangen 😦

Dann am Apartmentkomplex mussten wir uns erst einmal bei den Wärtern ausweisen und anmelden. Und dann kam unsere Gastgeberin Yara nach unten.

Wir hatten uns nämlich mit unserer neuen Lieblingsplattform ‚airbnb.com‘, mit der wir bereits das Haus in Kapstadt gebucht hatten, ein sehr günstiges Zimmer in einem Luxusapartment von einem jungen ägyptischen Ehepaar gebucht.

Die beiden, Jahrgang 1989 und 87, leben, studierten und arbeiten seit vielen Jahren in KL und statt in den Urlaub zu fahren, gönnen sie sich einen traumhaften Blick auf die Petronas-Towers (ihren Arbeitgeber) und alle Annehmlichkeiten der Setia Sky Apartments. Diese bestehen zum Beispiel aus einem Pool im 33. Stock, Jacuzzis, Sauna, Fitnessstudio und einem riesigen Außenpoolgelände im 5. Stock, alles bereits im Mietpreis enthalten.

Da die Setia Sky Vermieter ihre Mieter bei Laune halten wollen und natürlich auch deren Bekannte dazu animieren möchten, die noch leeren Apartments zu mieten, veranstalteten sie eine große Silvesterparty inklusive Entertainment und F&B. Alles auf dem großen Poolgelände und dem 33. Stock mit Blick auf das Feuerwerk der Twintowers.

Yara und Sam luden uns ein, mit Ihnen und Ihren Freunden zu dieser Party zu gehen und ich konnte kaum fassen, dass dies alles absolut kostenlos war! (Da ich das auch schon bei der Führung durch die Apartmentannehmlichkeiten nicht fassen konnte, und ständig fragte ‚for free?‘, hatte ich schnell meinen Ruf als Pfenningfuchser weg und im laufe des Abends war es der Running-Gag immer wieder zu sagen ‚Yes Julia, don’t worry, it’s for free!) 🙂

Der Silvesterabend war für uns perfekt – keine Vorbereitungen, kein Stress, keine Verpflichtungen und so unterhielten wir uns mit ihren Freunden, die meisten waren junge Studenten aus diversen Nationen die zwecks Internship in KL sind, und hatten dann um 0 Uhr einen super blick auf das nächtliche KL.

Ehrlich gesagt gibt es dann von den nächsten Tagen in KL nichts Spannendes zu berichten, denn KL hat wenige bis gar keine relevanten Sehenswürdigkeiten (aber abwechslungsreiches Essen) und hauptsächlich blieben wir 4 Tage hier um unsere Visas zu erhalten.

Nun sind wir gespannt, was Malaysia (leider in der Regenzeit) noch so zu bieten hat und fahren morgen erst einmal in die Cameron Highlands!

Wen das interessiert, hier eine kleine Visa-Anekdote

Das Vietnam Visa war kein Problem (wenn auch teuer), aber in der thailändischen Botschaft haben wir uns ziemlich aufgeregt, da diese Bürokratie einfach nur dämlich ist…

Wer als deutscher Staatsbürger per Flug nach Thailand einreist, erhält am Flughafen eine Erlaubnis 30 Tage im Land zu bleiben (insofern man einen Rückflug, Weiterflug oder genügend Geld nachweisen kann). Also für den Otto-Normal-Touristen die Regel.
Wenn Du aber per Bus über Land einreist darfst Du nur 15 Tage bleiben. Dies ist neu und für Backpacker ziemlich doof. Deswegen reisen viele 15 Tage durch Thailand, dann kurz in eines der Nachbarländer um dann erneut nach Thailand einzureisen…

Wir wollten aber gerne ca. 20 Tage am Stück bleiben, aber per Land einreisen und hatten alle nötigen Unterlagen dabei, waren extra eine Stunde vor Botschaftsöffnung vor Ort zum Nummern ziehen. Nach und nach füllte sich der Bürgersteig vor der Botschaft und als diese dann nach 1 Stunde das Gitter öffnete, stürmten alle völlig ungesittet und ungeachtet dessen wer länger wartete an den Nummernschalter. Zum Glück hab ich Handball-Ellbogen und Fabian war einer der Größten und so waren wir dann die Nummer ‚5‘.

Am Schalter teilte man uns dann mit, dass wir erst mal eine Kopie des Reisepasses besorgen müssten. Aber natürlich hatte die Botschaft keinen Kopierer und so mussten wir wieder raus, und am Ende der Straße in einem Hotel Kopien machen… Auf dem Weg hin und zurück trafen wir unzählige andere Touris, denen es genauso erging und wir sind und sicher, dass die Botschaft einen unglaublichen Umsatz machen könnte, wenn sie sich einen Kopierer zu legen würde…

Zurück am Schalter hieß es dann, dass wir ein Schreiben des Arbeitgebers oder einen Banknachweis benötigen würden. WHAT???
Da waren wir dann ‚etwas‘ ungehalten… Wir machten deutlich, dass wir extra nach KL gekommen seien nur um 5 Tage länger Geld in Thailand zu lassen und dass wir nun seit fast 3 Stunden an dieser Botschaft beschäftigt sind. Außerdem war es Donnerstag nach Silvester und die Botschaft hat immer nur 2,5 Stunden geöffnet und das hieße wir erhalten frühestens am Montag ein Visum???
Wir wollten weder arbeiten noch nach Thailand ziehen, wir wollten lediglich ein TOURISTENvisum…
Doch sie blieben hartnäckig, der ‚Boss‘ wolle es so. Tzja… dann geben wir unser Geld halt nicht in Thailand au! Dachten wir uns, liessen uns die Pässe zurück geben und werden uns nun überlegen ob wir es so machen wie alle anderen und zweimal einreisen, oder einfach bloss 15 Tage bleiben… Auf jeden Fall zeigte uns dies, dass Thailand offensichtlich genügend Touristen hat und jetzt frei wählt, wer kommen ‚darf‘ und wer nicht.
Btw. hätten wir natürlich einen Banknachweis besorgen können, aber die Botschaft hatte nur noch 30 Minuten an diesem Tag offen und lag im nirgendwo… Und so liefen wir zur Vietnamesischen Botschaft, wo es gesitteter zu ging und erhielten am nächsten Tag ohne Probleme ein 30 Tages Visum! Et voilà!

HAPPY NEW YEAR

Wir und das Löwenherz-Maskottchen möchten Euch für ein sensationelles Jahr 2013 danken
und freuen uns auf ein ebenso ereignisreiches Jahr 2014!

Bleibt gesund und genießt das Leben und Lieben!

HAPPY NEW YEAR!

Viele Küsse aus Kuala Lumpur, Malaysia

Happy New Year

Lion Happy New Year

P.S.: Vielen Dank für die bisherigen