Nepal – Chitwan National Park | Sauraha

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Unser letztes Foto Album dieser wundervollen Reise 🙂

Enjoy!

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Nepal – Chitwan National Park | Sauraha

Kennt ihr dieses großartige Gefühl ‚high‘ zu sein, ohne je Drogen dafür benötigt zu haben?! – Einfach nur weil ihr irgendetwas super tolles erlebt habt, ein Sportereignis, eine Prüfung oder so etwas, dass euren Puls hebt und ein wunderbares Gefühl ausstrahlt 🙂

Genau so ein Gefühl hatte ich als wir dem Löwen begegneten, oder vom Tauchen aus dem Wasser stiegen…und gestern!

Aber ich nehme mal wieder zu viel vorweg, also der Reihe nach:

Wir buchten in unserer Unterkunft in Sauraha zwei Aktivitäten im Chitwan National Park – für den 1. Tag eine 1,5 stündige Kanutour (in der Hoffnung Krokodile zu sehen) mit anschließender ganztages Jungle Walk Tour (um womöglich Rhinos zu sehen).

Und für den 2. Tag buchten wir den Elefantenritt, allerdings auf den Government-Elefanten, die zum einen besser gehalten werden und zum anderen nie in großen Gruppen laufen.

Und schon der 1. Tag war großartig – wir waren bloß 5 Leute – drei Engländer und wir, sowie unsere zwei Guides, wobei einer auf 30 Jahre Erfahrung zurück greifen konnte!

Die Kanutour war äußerst wackelig und obwohl ich nicht patteln musste, hatte ich große Angst in dieser überdimensionierten Nussschale zu kentern..

Zunächst sahen wir viele verschiedene Vogelarten, wovon der Eisvogel und der riesige Marabu die erwähnenswertesten waren. Doch kurz nachdem wir die Anlegestelle für die 45stündige Kanutour passiert hatten kamen die Krokodile!!! In Nepal gibt es zwei Arten und beide konnten wir am Uferrand bewundern. Das ein oder andere sahen wir auch ins Wasser gleiten und ich hoffte umso mehr, dass wir auf gar keinen Fall kentern!

Ohne Zwischenfall erreichten wir den Dschungel und liefen erst einmal zu einem Aussichtsturm. Und kaum waren wir oben sahen wir schon direkt zwei Rhinos – Mutter mit Kind!
Cool!!!

Danach prägte uns der Guide ein, dass wir nun einige Zeit ins Dickicht laufen werden und wir keinen Mucks von uns geben, in einer Linie hinter ihm laufen sollten und der 2. Guide am Ende. Uff… das war also nun eine echte Safari, ohne ein schützendes Auto.

Mit dem mulmigen (aber aufregenden) Gefühl, dass es hier Leoparden, Rhinos, Elefanten, Bisons und den Bengalischen Tiger gibt, begaben wir uns muchsmäuschen-still durchs Gestrüpp.

Die Ohren und Augen des Guides waren wirklich wahnsinnig geübt! Er führte uns an Stellen, von denen wir niemals alleine zurück gefunden hätten, zeigte uns Spuren, die uns auf dem ersten Blick nicht auffielen und erzählte uns (außerhalb der stillen Zone) Anekdoten, was er schon alles gesehen und überlebt hatte – spannend!!!

Und dann mitten im dicksten Gestrüpp hörten wir es schnaufen…unsere Augen weiteten sich und man bekam echt ein bisschen Angst, als der Boden unter unseren Füßen bebte – ein Bison hatte uns entdeckt (oder der Guide den Bison) und laut stampfend machte es sich aus dem Staub.
Die Kraft dieses Tieres war beeindruckend, und jeder war froh, dass es die andere Richtung eingeschlagen hatte, denn wenn so ein tonnenschweres Tier auf einen zu läuft, da ist jedes Gebet zu spät…

Und so liefen wir mehrere Stunden durch den Dschungel und verfolgten dann sogar eine Rhinospur!
Wir waren ganz aufgeregt, als wir -von diesem wirklich scheuen Riesen – noch den Hintern wenige Meter vor uns sehen konnte, bevor es im meterhohen Gras verschwand!

Auch wenn unser Guide etwas traurig war, dass er uns die Rhinos nicht näher hat zeigen können, beschwichtigten wir ihn, das es für uns schon ein großes Abenteuer war, ungeschützt durch den Dschungel zu laufen und außerdem hatten wir ja sogar Krokodile und Rhinos von weitem gesehen!

Am 2. Tag schliefen wir endlich mal wieder etwas aus (8Uhr…) und spazierten nach dem Frühstück zum ‚Elefanten Baden‘.

Denn jeden morgen bringen die Elefantenführer ihre Tiere zum Fluss und schrubben sie ordentlich ab.
Da sie seit ein paar Jahren merkten, dass man damit bei den Touristen Geld verdienen kann, dürfen wir Touristen helfen und zahlen dann auch noch dafür 🙂

Aber wann kann man schon mal auf einem Elefanten sitzen und ihn sauber schrubben? – Also zahlten wir gerne die 3,50€ und Fabian ließ sich nass machen 🙂

Zurück in unserer ‚Lodge‘ versuchten wir mal wieder ein paar Bilder upzuloaden, was in Nepal mit dem nur stundenweise vorhandenen Strom gar nicht so einfach ist, und relaxten bis zum Elefanten reiten.

Und ehrlich gesagt, machten wir uns keine Illusionen – mit hoher Wahrscheinlichkeit würden wir einfach ein bisschen durch die Steppe spazieren aber nichts mehr sehen…

Doch zu unserer großen Freude war der Elefant erstens viel bequemer als gedacht und zweitens waren es zwei Elefanten, so das wir bloß zu dritt pro Elefant saßen und somit hatte jeder eine gute Sicht. Und schon nach den ersten Metern sahen wir eine Gruppe Bisons im Fluss baden.

Kaum den Fluss durchquert knisterte es im Gestrüpp – ein Rhino!
Nein! Drei Rhinos!!! Eines galoppierte bebend davon und die anderen zwei fühlten sich vom Elefanten etwas gestört, aber witterten uns Menschen auf dem Rücken dieser vierzigjährigen Dame nicht. Und so konnten wir tolle Fotos machen und die Rhinos beobachten. Getoppt wurde dies nur von einer weiteren Rhinofamilie, die wir sogar mit bloß zwei Meter Abstand passierten und wir waren so nah dran, dass wir sogar eine klaffende Wunde am Gesäß des Papa-Rhinos sehen konnten. Wow! Wir waren MITTEN IM DSCHUNGEL und Dank des Elefanten interessierte es die anderen Tiere kaum! Perfekte Tarnung!

Und so stolzierten wir auf guten 3,5 Metern über der Erde durch die Natur und waren ganz fasziniert von all den frei lebenden Tieren die wir sehen durften – Hühner, Wildschweine, Rehe, Hirsche, Rhinos und jede Menge Vögel.

Einer der Vögel saß auf dem Ast genau vor unserem Gesicht und zwitscherte mutig drauf los, als meckere es, was wir in seiner Höhe verloren hätten 🙂

Es war eine ganz großartige Erfahrung erneut in die Tierwelt eintauchen zu dürfen und die Vielfalt in freier Wildbahn zu sehen!

Ein wunderbarer Abschluss unserer Reise und umso merkwürdiger, dass in ein paar Tagen keine Elefanten, Affen oder Kühe die Straßen überqueren werden…

Nun fahren wir zurück nach Kathmandu, von wo wir am Sonntag das Flugzeug besteigen und am Montag nach Deutschland zurück kehren.

Was für eine grandiose Reise!
Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!

Addo Elephant Park

5 Tage seit dem letzten Bericht und es ist wieder so viel passiert, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, und weil die Sonne draußen (in Kapstadt) scheint, mache ich es kurz 🙂

Am Freitag den 13. sind wir in den Addo Elephant Park gefahren und wurden positiv überrascht.
Wir hatten schon tags zuvor auf dem Weg zum Hostel von der Straße aus Elefanten entdeckt und dachten hier schon, dass dies eine große Entdeckung sei. Zumal wir bereits für Affen auf der Autobahn bremsen mussten und in der Ferne einen Giraffenhals sahen. Aber dann sind wir in den Park rein gefahren (geht ganz easy auch mit einem Kleinwagen, denn die Straßen sind größtenteils asphaltiert) und wurden umgehauen!
Denn so eine ‚Safari‘ macht man meistens um die Big Five zu sehen – das sind Löwen, Elefanten, Büffel, Leoparden und Nashorn. Aber tatsächlich mehr als Elefanten zu sehen ist eher nicht so wahrscheinlich.

Wir fuhren die ersten paar Straßen rein und sahen bereits eine Autoschlange von 6 PKWs.
– „Oh nein, Stau, weil hier Ferien sind!“ Dachten wir, aber nein, mit dem zweiten blick sahen wir IHN! Ein ausgewachsenes Löwenmännchen lag in unmittelbarer Entfernung.
Es sah einfach zu perfekt aus, als hätte er nur darauf gewartet, dass wir kommen! Wahnsinn!
Wir warteten dann geduldig, bis auch wir näher ran rollen konnten und konnten tolle Bilder schießen.
Vielen Dank für dieses Erlebnis lieber Löwe!

Weiter im Park trafen wir dann mehrfach auf viele Elefanten, die oftmals die Straße überquerten, super nah an uns vorbei liefen oder am Wasserloch campierten.

Zebras, Warzenscheine, Büffel und diverse Hirsch-ähnliche Tiere (Kudus u.ä.) sahen wir während der 6 Stunden auch unglaublich nah und es machte wirklich Spass wie bei einem Eier-Versteckspiel zu suchen wo das nächste Tier in diesem RIESIGEN Park sein könnte.

Die Big Five haben wir also nicht vollzählig gesehen, und leider auch keine Giraffe von nahem, da diese eigentlich nicht in diese Region gehören, aber das Löwenerlebnis und die vielen Elefanten waren wirklich sehr sehr eindrucksvoll und wir werden sicherlich wieder kommen um mal DEN Park der Parks zu besuchen – den Krüger National Park oder eine Safari in Kenia zu machen. Einfach nur WOW!