Nepal – Pokhara

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Nepal – Pokhara, ein Album auf Flickr.

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Nepal – Pokhara

Bis wir hier nach Nepal kamen wusste ich ehrlich gesagt nicht, wie riesig die Himalaya Bergkette ist und dass das mehr als ein Berg ist… Um genau zu sein sind es nämlich 3.000km, die sich über Pakistan, Afghanistan, Indien, China, Tibet, Buthan, Myanmar und Nepal entlang strecken. Und 10 der Berge sind höher als 8.000m und gehören somit zu den höchsten der Welt, wovon der berühmteste und höchste (8.847m) der Mount Everest ist.
So so wieder was gelernt 🙂

Nun kamen wir also in Pokhara an, ein kleines Städtchen am See, welches zur Touristenhochburg wurde, da hier alle landen, die irgendwo um den Annapurna (8.000m) herum wandern.

Da ich aber wirklich wirklich wirklich keine große Lust hatte mich schon wieder zu quälen, ließ ich mich nur auf einen 3-Tages Trek ein. Und -um das vorweg zu nehmen- das hat mir auch wieder gereicht 🙂

Wir hatten schon aus Kathmandu einen Guide angeschrieben und glücklicherweise hatte ‚Mr. Happy‘ Zeit und holte uns vom Bahnhof ab.

Im Guesthouse eingecheckt besprachen wir daran die Route und ich betonte, dass es Spaß machen sollte und uns um die Natur und einen schönen Blick auf die Bergkette geht und nicht darum unsere Wanderkünste zu erweitern oder an irgendein Limit zu kommen…
Er verstand und so verabredeten wir uns direkt für den nächsten Tag!

Wir reduzierten unser Gepäck erneut auf lediglich zwei Daypacks (einen großen Rucksack und den neuen Koffer hatten wir bereits in Kathmandu gelassen) und verstauten den großen Rucksack in Guesthouse. (Hier in Asien kann man den Menschen noch vertrauen!!!)

Und um 08:30 Uhr ging es dann mal wieder los – erst 45 Min mit dem Auto zum Ausgangspunkt und dann stiefelten wir los.
Zu meinem großen Entsetzen mussten wir wieder jede Menge Treppen laufen. Und gegen 09:30Uhr ist es schon so heiß, dass wir schnell klatschnass waren. Und laut der Einführung gestern sollte der Aufstieg etwa 3 Stunden dauern… Puh… Wieder einmal hasse ich wandern 🙂

Aber! Plötzlich waren wir da! Wir hatten bloß etwas mehr als eine Stunde gebraucht und da wir ja nur zu dritt waren konnten wir das Tempo selbst bestimmen. Mr. Happy (der eigentlich Udaya heißt, mit seinen dauer-Lächeln seinem Kosenamen aber alle Ehre macht) hatte nicht gewusst wie er uns ein schätzen sollte (vor allem weil ich wohl zu oft betonte, dass ich keinen hatten Trek möchte) und so hatten wir halt statt langsame 3 Std. bloß gute 70 Minuten gebraucht und wurden gelobt.

Und belohnt! Denn der Blick vom ‚Australian Camp‘, was so hieß, weil Australier die ersten waren, die hier ein Guesthouse hin bauten, war wirklich toll!

Da wir jetzt natürlich viel zu früh oben waren und aus Tragekomgort weder Buch noch Laptop mit hatten genossen wir einfach ein paar Stunden die Sonne und das Ambiente und dann gab es Mittagessen – wieder einmal leckere Mo:Mo. Nach dem Mittag relaxten wir erneut und unterhielten uns viel mit unserem Guide.

Und dann – wieso auch immer – wollten wir freiwillig wenigstens noch 1,5 Stunden bisschen die Gehend erwandern, um wenigstens mit gutem Gewissen sagen zu können, dass wir wandern waren 🙂

Am Abend schauten wir noch den Sonnenuntergang an und gingen früh schlafen, da am nächsten Morgen um 06:00 Uhr der Sonnenaufgang auf dem Plan stand.

Und das Aufstehen lohnte sich! Wunderschön wie die Sonne nach und nach die Bergspitzen Golden leuchten lässt und unglaublich, dass diese Berge mehr als 8.000m hoch sind!

Nach einem laaaangsamen Frühstück mit toller Aussicht machten wir uns gegen 9 Uhr auf den langen Marsch – dieses Mal ging es 6 Stunden mit einer Lunchpause zu unserem Schlafplatz.

Allerdings war das am 16.03.(Vollmond) und das war der Tag an dem in den großen Städten Nepals – also in Kathmandu und Pokhara Holi – das hinduistische Fest der Farben – gefeiert wird…

Und so kam es wie es kommen musste – als wir die ersten Dörfer durchquerten konnte Udaya die Kinder noch davon abhalten uns zu besudeln, zu dem er eine Allergie gegen die Chemie-Farbe hat und außerdem unsere Kamera nicht nass werden sollte. Doch schon im 2. Dorf waren die Kinder so rotzfrech, dass es einen lauten Schlag tat, als wir gerade die letzten Treppen aus dem Dorf nahmen, und Fabians Sonnenbrille flog herunter – Mit einem gekonnten Wurf hatte einer der Jungs im eine Wassebombe an die Schläfe geworfen. Ehe wir verstanden woher die kam, war Udaya schon los gestürmt. Doch der Frechdachs war schneller und Udaya fand ihn nicht. Wir beschwichtigten ihn und sagten, dass das ja bloß Kinderstreiche sind und Fabian meinte, dass er als Kind so etwas auch gemacht habe und das sei nun eben die Quittung. (Oder Karma, wie in Asien alles erklärt wird 🙂

Bis zum Lunch hatten wir uns also halbwegs retten können und schauten den Kindern zu, wie sie einen Heidenspass hatten sich gegenseitig pitschnass und dreckig zu machen. Doch dann kam ein betrunkener -wenn auch netter- Mann an unseren Tisch und eh wir uns versahen waren wir über und über mit Farbpulver voll geschmiert – Happy Holi!!!

Den Rest des Treks liefen wir also sehr bunt und nass durch die restlichen Dörfer und die Bewohner freuten sich sehr, uns ‚Happy Holi‘ zu zu rufen. Und wir hatten damit auch Spaß, zumal es das ‚wahre‘ Holi war – nicht für uns Touristen inszeniert, sondern fröhliche Kinder und Jugendliche die feierten, unbekümmert dessen, ob wir da warm oder nicht. Toll!

Die Unterkunft abends war dann zwar wieder einfach – aber mit einem tollen Blick über Pokhara, den See und auf die Berge!

Nach dem es einen kurzen Regenschauer gab, hieß es wieder früh ins Bett, denn der 3. Tag sollte wieder mit einem Sonnenaufgang um 06 Uhr beginnen und wenn es geregnet hat, dann sind die Bere wohl noch klarer zu sehen versprach Udaya.

Und dieser war erneut das frühe Aufstehen (an das wir uns auf unserer Reise natürlich längst gewöhnt haben) wert!

Danach frühstückten wir und liefen dann 5 Stunden bis nach Pokhara, wobei mir wieder einmal die Knie und Füße weh taten und ich froh war, dass wir uns für den Mini-Trek entschieden hatten 🙂
Udaya lud uns zum Mittagessen zu sich nach Hause ein und wir hatten so die Ehre eine typisch nepalesische Unterkunft zu sehen!

Er bewohnt die zwei Zimmer zusammen mit seiner Schwester, Großmutter und seiner Frau sowie seinem 4-Jährigen Sohn. Küche und ‚Wohnzimmer‘ befinden sich im selben Raum wie sein Ehebett. Und so saßen wir auf dem Teppich vor dem Bett und aßen nepalesisches Dahl mit den Händen – was übrigens schwieriger war als mit Stäbchen zu essen. Die Einladung in seine Wohnung und die Erlaubnis zu sehen, wie er lebt, war für uns eine weitere große Erfahrung, die wir in Erinnerung behalten werden!

Also zusammenfassend betrachtet – irgendwie ist das Wandern immer notwendig um tolle Natur und das ‚wahre‘ Leben eines Landes zu sehen und dafür schinde ich mich gerne 🙂

Den Tag nach dem Trek nutzten wir zum Relaxen und gönnten uns die letzte bezahlbare Massage, bevor es nach Deutschland geht, wo so eine Stunde Erholung gut mal das 6 bis 9-fache kostet…

Und dann mussten wir uns 2 Stunden im Restaurant verstecken, denn von den Bergen kam ein starkes Gewitter inklusive Hagelkörner. Ein Glück wir waren an diesem Tag nicht wandern!!!

Und so endete unser Pokhara Ausflug und die Tage bis zu unserem Abflug werden immer weniger.

Das letzte Highlight ist nun der Chitwan National Park – hier erhoffen wir uns Krokodile und Nashörner zu sehen.

Ein letztes Mal bleibt es zu hoffen, dass es spannend wird ;))