Kambodscha – Siem Reap

Nach den entspannten Tagen auf der Insel fuhren wir -mal wieder- mit einem Nachtbus nach Siem Reap.
Doch dieses Mal schliefen wir im unteren Teil des alten Busses – ohne Fenster, in alten, aber bequemen Sitzen, die keine Lehnen hatten – und fühlten uns wie in einen Doppelbett im Uboot. Die Fahrt war erstaunlich ruhig und wir vertrieben uns die 12 Stunden mit Erfahrungstausch mit einem Paar aus Constanz die eine ähnliche Weltreise machen und mit viel Schlaf.

In Siem Reap kamen wir mittags in brütender Hitze an und mussten schnell feststellen, dass man zur Mittagszeit nichts mehr besichtigen kann, wenn man keinen Hitzeschlag erleiden will. Also verlängerten wir um eine Nacht und ließen den Ankunftstag mit bisschen Souvenirshopping, Strassen erkunden, Planen der nächsten Tage und Bewerbungen schreiben ausklingen.

Dafür hieß es dann am nächsten Morgen um 04:45Uhr AUFSTEHEN!
Wir wollten der Masse & Sonne entgehen und fuhren mit einem netten Tuk Tuk Fahrer das gesamte Areal des Angkor Archäologische Parks ab. Um es kurz zu fassen, und weil die Bilder besser ausdrücken, was man sehen kann – wir waren 9 Stunden unterwegs und ließen nichts aus! –> Es war unsere längste und anstrengendste Sightseeing-Tour, aber absolut worth-it!

Natürlich ist vorallem Angkor Wat sehenswert, die vielen Details sind beeindruckend! Doch uns gefiel besonders der Bayon-Tempel – ein großes Gebäude mit 56 Türme auf denen insgesamt über 200 Gesichter entdeckt werden können. Alles in Stein gemeißelt und das vor Hunderten von Jahren – Wahnsinn!!

Wir erkundeten auch die weiter außen gelegenen Tempel und kamen am Mittag, pünktlich zur heißesten Zeit, zurück ins klimatisierte Hostel.

Am nächsten Tag wollten wir noch Tempelanlagen in der weiteren Umgebung von Siem Reap sehen. Doch erst der Tuk Tuk Fahrer machte uns darauf aufmerksam, dass wir dann erneut den Touristeneintritt von 20 Dollar pro Person zahlen müssten (plus 30 Dollar TukTuk), und das war uns viel zu viel. Also entschieden wir uns zum Beng Mealea zu fahren, was zwar länger dauerte (60km entfernt) und das TukTuk um 5$ erhöhte, aber bloß 5$ p.P. kostete. Was für eine grandiose Entscheidung!

Wir fuhren 2 Stunden über die Schotterpisten Kambodschas, entlang von weiten Feldern und tropischen Dschungel und sahen viele Dörfer und das Leben der Kambodschaner. Von Bauern auf den Reisfelder, Kindern in Schuluniformen über bunte (laute) Hochzeiten war alles dabei.
Wir brauchten eigentlich gar keinen Tempel mehr, so schön war die Fahrt.

Doch dieser Tempel war die 1,5 stündige Besichtigung absolut wert! – Eigentlich wird der Angkor Phnom auf dem Gelände rund um Angkor Wat als ‚DER‘ bewachsene und mystisch bewucherte Tempel angepriesen. Vor allem weil in diesem Angelina Jolie damals Lara Croft spielte und welcher noch heute als der ‚Lara Croft-Tempel‘ vorgestellt wird. Doch ein WIRKLICH faszinierender Komplex ist erst der Beng Mealea!- Ein riesiger Abenteuerspielplatz für jeden Indiana Jones Fan.

Überall hat sich die Natur über die Jahrhunderte ausgetobt und so wachsen riesige Bäume aus den Mauern und deren Wurzeln umschlingen alles. Viel ist eingestürzt aber ebenso viel steht und lässt einen von vergangenen Zeiten träumen. Wirklich ein weiteres Highlight unserer Reise!

Am nächsten Tag hieß es dann erneut früh aufstehen, denn wir müssen erneut nach Kuala Lumpur fliegen um dort eine Nacht zu verbringen um am nächsten Tag nach Kathmandu fliegen zu können.

Und das wird erneut spannend 🙂