Bolivien – Salar de Uyuni Tour

Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1
Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1
Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1
Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1Salar de Uyuni - Salzwüste Tag 1

Bolivien – Salar de Uyuni Tour, ein Album auf Flickr.

Advertisements

Salar de Uyuni Tour

Achtung Achtung dies ist ein weiterer ‚Roman‘ 🙂

1.TAG
Ja und diese Tour hat nun heute (29.10.) um 08:10Uhr begonnen.
Eigentlich aber erst seit 09:00 Uhr… Denn aufgrund eines Taxistreiks konnten die Jeeps nicht nach Tupiza rein fahren (die Taxifahrer blockierten mit Ihren Autos jede Einfahrtsstraße),
und so mussten wir erst einmal samt Gepäck quer durch den Ort bis zum Ortseingang laufen.

Seit 09Uhr fahren wir nun zu viert plus Fahrer in einem Jeep durch die Berge in Richtung Salzwüste. Es gibt einige Fotostops (Lamaherden, Strauße, sehr einfaches Dorf und viele eindrucksvolle Landschaften) aber anders als während des Salkantey Treks und der Galapagos Cruise, ist diese Tour mit sehr sehr vielen Stunden im Jeep verbunden.
(Deswegen habe ich auch wieder Zeit einen weiteren Reiseroman zu schreiben.)

Insgesamt sind wir drei Jeeps mit 12 Touristen. 6 davon haben wir eben beim Lunch kennen gelernt – eine Gruppe von jungen französischen Studenten, die sich in Buenos Aires kennen gelernt haben, da alle ein Auslandssemester absolvieren.
Sehr sehr nette Gruppe – sie sprechen perfekt Spanisch und könnten sich nur auf Französisch und Spanisch unterhalten, aber stattdessen integrieren sie uns und wir sprechen einen Mix aus Englisch-Französisch-Spanisch. Toll 🙂

Bis zum Abend sahen wir dann noch eine Ruine eines kleinen Dorfes, welches über 5.000 Jahre alt war – und wie so vieles in Südamerika – von den Spaniern zerstört und ausgeraubt wurde. Mit dem Bewusstsein wie alt diese Ruinen sind, war es faszinierend Tonscherben, Fenster, Türen und Gräber zu entdecken!

An diesem Abend kamen wir erst um 19 Uhr in der Unterkunft an, die für die hiesigen Verhältnisse überraschend komfortabel war – ein Steinhaus mit Licht, jedes Bett hatte 2 Matratzen und vier Decken gegen die Kälte, es gab Toiletten und eine kalte Dusche! Nach einem wärmenden Tee und Keksen und nachdem immer vier zusammen ihre Zimmer belegten, vertrieben wir uns die Zeit bis zum Abendessen mit Erzählungen unserer bisherigen Reise und gaben Roxanna, einer Französin, Tips für den Salkantay Trek. Das Essen war dann spät (22Uhr) aber wirklich lecker – erst eine wärmende Gemüsesuppe und danach Lamasteak, Kartoffelbrei und Paprika-Zwiebelgemüse.
Danach fielen wir alle müde, satt und glücklich in einen tiefen Schlaf bis morgens um 07Uhr.

2.TAG
Und nun sitzen wir wieder seit etwas mehr als 2 Stunden im Jeep und fahren quer durch staubige Wüsten, felsige Täler mit kleinen Bachdurchläufen und eine unglaubliches Panorama von Lagunen, Mineralablagerungen, blauem Himmel und es ist ein wenig wie eine Rallye Dakar ohne Gefahr. Wir halten an einer Lagune an der wir einen riesigen Schwarm Flamingos fotografieren können.
Zum Mittagessen (was unglaublich viel und lecker war) halten wir an einer kleinen Aquas Caliente (dt. Heiße Quelle), aber abermals stellen wir fest, dass hier „heiße“ Quellen angenehme Badewassertemperatur haben, aber nicht mehr. Während dem Geplansche hat man einen Blick auf die Salar de Chalwiri, eine Salzwüste deren Farbspiel wunderschön unrealistisch wirkt!

Weiter geht es zur Wüste Dali, die aufgrund der Farben und Steinformationen nach dem Künstler benannt wurde. (Was weder Fabian noch ich bestätigen würden, da wir an die fließenden Uhren denken und das damit irgendwie sogar nix gemein hat…)

Heute sehen wir viele Highlights hintereinander und so folgen hinter dem farbenfrohen Dali-Berg die Lagune Verde und Blanca (dt. Grüne und weiße Lagune) – vor allem die Laguna Verde sieht stark aus! Auch wenn sie eher türkisblau ist, aber wir wollen ja mal nicht kleinlich sein und ‚verde‘ lässt sich ja auch viel besser international in ‚grün‘ übersetzen 🙂

Danach fahren wir zu einem weiteren HÖHEpunkt – auf 5.000 m ü.d.M. sehen wir aktive Geysire die ihre Schwefelwolken in die kalte Luft pusten. Während wir dann weiter zur riesigen Laguna Colorada fahren entdecken wir im Sand – in der Sonne – große weiße Formationen und als wir näher ran fahren sehen wir, dass es tatsächlich Eiszapfen im Sand sind! Diese Gegend ist so surrealistisch!

Das betätigt dann auch die bunte Lagune, die wieder mehrere Flamingoschwärme beherbergt. Das rote Wasser, grüne Moos, weiße Mineralablagerungen und die Spiegelungen auf dem Wasser sehen so unfassbar aus!

Die Unterkunft ist ähnlich der ersten und das Abendessen einfach aber lecker und danach ging’s wieder direkt ins Bett.

Morgen erwartet uns eine lange lange Jeep fahrt und richtig aufregend wird es dann vermutlich erst wieder übermorgen, da erreichen wir dann die Salar de Uyuni 🙂

3. Tag
Wie erwartet sahen wir heute erneut eine beeindruckende Landschaft, aber bemerkenswert waren vor allem die Flamingos, die wir dieses Mal in nur 2m Abstand auf über 4.000m ü.d.M. beobachteten. Außerdem begegneten wir einem Fuchs und fütterten komische Hasen, die aussahen wie Opas und einen langen gekringelten Schwanz haben.
Und das alles nicht im Streichelzoo, sondern in der freien Natur!

Die Unterkunft war dieses Mal fast luxeriös – viel Platz, wir hatten zu zweit ein Zimmer, es gab ab 18Uhr Strom und für 10Bolivianos (1€) gab es sogar eine warme Dusche!
Abends saßen wir dann mit den anderen Vier der Gruppe zusammen-einem kolumbianischem Pärchen und zwei Deutschen Freundinnen. Wir spielten Karten und tauschten Tips aus, da Sarah und Fanny gerade 2,5 Monate durch Argentinien reisen und die Kolumbianer in den Norden Südamerikas reisen wollten.

Danach mussten wir aber schleunigst ins Bett, denn am letzten Tag ging es bereits um 04:00 Uhr los…

4. Tag
Da ich gestern nicht auf die Sonne geachtet habe, hab ich wohl nen Sonnenstich, denn ich wachte bereits um 2 Uhr mit Kopfschmerzen des Grauens auf 😦

Dank Paracetamol muss es jetzt einigermaßen gehen und so sind wir nun bereits seit 4 Uhr auf den Beinen und haben einen tollen Sonnenaufgang von einer Insel aus, die mitten in der Salzwüste existiert, gesehen.

Danach gab es Frühstück aus dem Auto raus und es ging weiter in die Salzwüste rein. Die Salar de Uyuni ist ein mehr als 10.000qm großer Salzsee, dessen Oberfläche an der dicksten Stelle aus einer 10m dicken Salzschicht besteht, die stets weiter wächst.

Da man Kilometer weit nichts außer Salzboden sieht, und somit keinen Orientierungspunkt hat, kann man lustige illusionistische Bilder machen. Allerdings ist es ja gerade mal 7:30 Uhr und so ist es eisig kalt und wir frieren uns währenddessen ganz schön den Allerwertesten ab -aber wir hoffen die Mühe hat sich gelohnt!

Danach geht es -mehr oder minder- 5 Stunden schnurstracks- zurück nach Tupiza.

Denn -Achtung jetzt hole ich mal wieder aus-:
Die französischen Studenten haben ein großes Problem – sie müssen bis 20Uhr in Argentinien sein, da die Grenze dann schließt.
Normalerweise würden wir aber erst um 18Uhr in Tupiza ankommen, von dort dauert es ca. 1Stunde bis nach Villazon an die Grenze zu Argentinien. Allerdings ist Argentinien eine Stunde voraus…
Wir hatten großes Mitleid mit den 6, denn wir kennen den ganzen Hintergrund dieser Hektik:
Sie sind während einer Vorlesungsfreien Woche, nur für diesen 4-Tages-Trip nach Bolivien gekommen und hatten sich ein Auto bis zur Grenze gemietet. Allerdings hatten sie auf dem Weg einen schlimmen -selbstverschuldeten- Unfall mit Totalschaden und nur Dank sehr vieler Schutzengel ist niemand etwas Schlimmeres passiert…
Nun müssen sie aber wieder rechtzeitig zurück sein, damit sie den neu gebuchten Mietwagen rechtzeitig erreichen und sie haben kein Geld + keine Zeit mehr um eine weitere Nacht in Tupiza zu bleiben, da sie ja nun für den Schaden aufkommen müssen…

Natürlich vertrödelten wir dann möglichst keine Zeit und hielten zum Mittagessen in der Nähe von Uyuni an einer provisorischen Lunchunterkunft.
Dies war offensichtlich das Haus einer sehr armen Familie.
Das erste Mal sahen wir die ‚wahren‘ Verhältnisse im ärmeren Teil Südamerikas.
Die Familie hatte einen Kiosk und einen Raum in dem sie die Touris essen ließen. Damit verdienten sie sich wohl ihr Geld.

Allerdings war ALLES spartanisch. Der Kiosk war komplett ungeordnet und überall lag Kram und altes Obst, dreckiges Geschirr und Müll rum. Aus der Küche kam ein gewöhnungsbedürftiger Geruch.
Während wir an einem Tisch in dem kleinen Raum saßen und unsere Köchin (die von Anfang an mit uns reiste) das Essen auf tischte (was zum Glück schon vorher gekocht war und was wir auf mitgebrachtem Geschirr aßen) kamen immer wieder kleine Kinder in das Haus. Diese Kinder waren überall verdreckt -und das nicht von Spielen-, hatten ganz einfache Sachen an und hatten fast alle Rotznasen. Wir teilten dann natürlich gerne Orangen und gaben unsere letzten Lollis an die Kleinen ab.

Auch die Frauen, die wohl zu den Kindern gehörten waren meist zahnlos und einfach gekleidet.
Auch auf unserem weiteren Weg nach Tupiza sahen wir noch ein paar Kinder -im schulfähigem Alter- die auf dem Lastwagen der Eltern mitfuhren und sicherlich wenig bis keine Bildung erhalten werden.
Und als wir dann noch an einem Landteil vorbei fuhren, der über und über mit Müll und vor allem Plastiktüten überzogen war, war uns ganz klar, dass dies die – sonst von Touristen fern gehaltene – Realität der 2. und 3. Welt ist…
Das ging schon sehr ans Herz!

Mit diesen Eindrücken endete die Tour -rechtzeitig für die Franzosen- um 16:30 Uhr in Tupiza.

WEITERER REISEPLAN
Ursprünglich wollten wir bereis in der Stadt Uyuni aussteigen um dort mit einem der vielen Anbieter morgen über die Grenze nach Chile zu reisen …
Aber da wir vor unserer Abreise in die Salzwüste bereits recherchierten und in der ersten Stadt hinter der Grenze nur unbezahlbare Hostels gefunden hatten (ab 90USD die Nacht) und nach vielen Gesprächen mit anderen Reisenden, die uns warnten das Chile viel zu teuer und vor allem im Norden eher unspektakulär sei, werden wir Chile fast komplett streichen und unsere verbleibende Zeit in Südamerika in Argentinien verbringen.

Unser Plan ist nun, dass wir heute Nacht ein günstiges Hostel in Tupiza auf suchen, dann zum Busbahnhof laufen und uns für morgen ein Ticket nach Salta kaufen.
Salta ist die erste größere argentinische Stadt nach der Grenze.
Dort wollen wir 3 Nächte bleiben um wieder Wäsche zu waschen und mit vernünftigem Internetempfang unseren weiteren Reiseverlauf zu fixieren.

Aktuell wollen wir – auf Teufel komm raus – noch vier Highlights in die nächsten 4 Wochen einbauen:
1. der Perito-Moreno-Gletscher am unteren Ende von Argentinien
2. Wale in der Bucht von Puerto Madryn beobachten in der Mitte Argentiniens
3. Iguazu Wasserfälle im Norden Argentiniens bzw. an der brasilianischen Grenze besuchen
4. ein Bocca Juniors Fußballspiel in Buenos Aires sehen

Joah… Der Haken ist, dass alles sehr sehr weit auseinander liegt und wir sehr wahrscheinlich mindestens einmal Fliegen müssen um diese Highlights in der vorhandenen Zeit zu schaffen, zumal das Bocca Juniors Spiel bereits fest auf den 24.11. datiert ist und wir somit für die letzte Woche in Südamerika schon ein tolles Hostel in Buenos Aires gebucht haben.

Wie ihr seht – es bleibt wieder mal spannend 🙂

Bis bald und viel Spaß beim Bilder anschauen.

Tupiza, Bolivien

Tupiza ist eine kleine Stadt im Süden Boliviens, die ein wenig an den wilden Westen und den Cran Canyon erinnert. Relativ ausgestorben innerorts, aber unglaubliche Felsformationen und farbenfrohe Gebirgsketten um den Ort herum.

Diese einmalige Landschaft erkundeten wir dann montags mit einem Pärchen aus der Slowakei mit dem besagten Triathlon. Aber nein keine Sorge, wir haben keine verborgenen Talente entdeckt – der ‚Triathlon‘ bestand hier aus:
1. 3-Stunden Jeep durch die Berge
2. 3-Stunden Reiten durch die Täler
3. 40 Minuten downhill Mountainbiken

Es war ein weiteres Highlight der Natur wie ihr anhand der Bilder ansatzweise sehen könnt.
(*Anm.: Sobald wir wieder schnelleres Internet haben, voraussichtlich in Argentinien ab dem 02.11….)
Aber die echten Farben der Berge, das Gefühl auf den Pferden durch die trockenen Täler zu reiten, auf dem Mountainbike in dieser Kulisse bergab zu rasen und dabei Lamas zu begegnen und die Felsformationen waren so unfassbar, dass Bilder dem leider eh‘ nicht gerecht werden können.

Auch hier hatten wir wieder großes Glück mit der Begleitung – das Pärchen war super nett und konnte fließend Spanisch. Außerdem gehört ihm eine Travel Agency in der Slowakei und er war mehr oder minder beruflich unterwegs, und so gab er uns selbstlos viele hilfreiche Tips für unseren weiteren Weg durch Chile und Argentinien. Vielen Dank!

Am selben Abend buchten wir die 4-tägigen Tour in die berühmte Salzwüste (Salar de Uyuni).

Von Potosi nach Tupiza

„Tenemos un problema!“
(dt.“Wir haben ein Problem!“)
So begrüßten wir am Sonntag, morgens um kurz nach 7Uhr die Dame am Busterminal-Kartenverkaufsschalter.
Denn man hatte uns gestern (26.10.) ein Ticket mit dem Datum von übermorgen (28.10) ausgestellt, statt für heute (27.10.). Obwohl wir es -natürlich in einwandfreiem Spanisch- ‚para mañana‘ (dt.“für morgen“) geordert hatten 🙂

Den Fehler hatten wir natürlich erst gemerkt als wir schon im Hostel in Potosi waren. Auf gut Glück sind wir dann morgens zum Busbahnhof und tatsächlich – sie lächelte bloß und gab uns einen neuen Zettel. Wie einfach! (Stellt euch mal vor wir wurden am Schalter der Deutschen Bahn um einen kurzfristigen, kostenlosen Umtausch eines Tickets bitten…)

Mittlerweile haben wir irgendwie eine lateinamerikanische Gelassenheit – als wir gestern in Potosi ankamen merkten wir im Taxi, dass wir keine Ahnung hatten wie die Adresse des Hostels lautet und ließen uns auf gut Glück in den Ort fahren (tatsächlich fanden wir das Hostel), dann das falsche Busticket und jetzt nach Tupiza war es uns völlig egal, dass der Bus gar nicht von unserer gebuchten Busgesellschaft war… Hauptsache wir sitzen drin und es ist das richtige Fahrtziel–> Tupiza.

Hier in Bolivien läuft eben alles eher wieder wie in Ecuador – tranquillo („ruhig“). Das die Strecke dann statt 6 nur 4,5 Stunden dauerte war uns recht, auch wenn es sehr ungewöhnlich war.

Wir lernten im Busbahnhof Robert kennen – einen unglaublich netten, vitalen Herren im Ruhestand, der mit seiner Frau in Südafrika lebt und dessen Tochter viele Jahre in Bolivien gearbeitet hat und ihn drängte unbedingt die Salzwüste zu besuchtet, „bevor er abkratzt“.(O-Ton Robert)

Neben den schönen Landschaften, die wir auf unserer Reise sehen, sind vor allem die Begegnungen mit anderen Reisenden so spannend – jeder hat seine eigene kleine Geschichte zu erzählen!
Leider reiste Robert bereits am nächsten Tag in die Salzwüste und unsere Wege trennten sich.
Wir buchten für Montag dann erst einmal einen ‚Triathlon durch Tupiza‘.

Sucre & Potosi

Nachdem wir im staubigen und lauten La Paz ein paar Tage verbracht haben, sind wir mit dem Nachtbus nach Sucre gefahren. In diesem Nachtbus hatten wir echt richtig viel Platz und die Möglichkeit unsere Sitze um 180 Grad zu kippen. Und das Ganze für gerade mal 14€ pro Person!

Sucre ist die offizielle Hauptstadt von Bolivien und bekannt für seine weißen Kolonialbauten und seine Schokolade 😄. Das Hostel erwies sich als ein Glücksgriff. Das sehr sympathische Besitzerpaar (Olivier & Jaqueline) kam vor acht Jahren aus der Schweiz nach Bolivien, um sich hier in Sucre ihren Lebenstraum zu erfüllen. Das Hostel war liebevoll eingerichtet, hatte große Zimmer, einen schönen Patio und lag in unmittelbarer Nähe zum Hauptplatz (Plaza 25 de Mayo) und zum Markt. Gleich am ersten Tag haben wir uns auf diesem Markt mit all möglichen Lebensmitteln eingedeckt und abends erst mal anständige Nudeln Bolognese gekocht. Es hat (auch mir) mal wieder Spaß gemacht sein Essen selbst in der Küche zu machen und es vor allem zu würzen. Dazu muss man wissen, dass die meisten Speisen hier in Südamerika eher ein bisschen fade sind. Außerdem gab es an diesem Abend eine leckere Flasche Chilenischen Rotwein dazu…
Uns gefiel es hier in Sucre nun so gut, dass wir gleich am nächsten morgen unseren Aufenthalt verlängerten.
So erkundigten wir die Stadt und Umgebung die nächsten Tage genauer und uns gefiel es, dass man zur Abwechslung sehr viele junge Menschen (Anm. d. Red.: Es gibt wohl eine Uni in Sucre) sah und die Stadt eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlte. Am letzen Abend gingen wir auf den Tipp von Jaqueline in ein besonderes „Restaurant“. Es lag zwar etwas abseits der normalen touristischen Wege, aber man muss sich in dieser Stadt selbst zur späten Stunde keine Sorgen um seine Sicherheit machen. Wir !klingelten! dann also an der beschriebenen Adresse und der Besitzer öffnete uns lächelnd die Tür. Man hatte nun nicht das Gefühl in einem typischen Restaurant zu sitzen, sondern mehr bei Freuden zu Hause eingeladenen zu sein und im Wohnzimmer das Essen serviert zu bekommen. Es bleibt festzuhalten: Sucre ist ein wirklich schöne, lebenswerte Stadt und selbst bolivianischer Rotwein schmeckt super! 😉

Potosi – die höchst gelegende Stadt der Welt (4060 m)

Potosi liegt drei Stunden entfernt von Sucre und ist berühmt für seine Silbermiene im Berg „Cerro Rico“. (Über diese Mienen brachten die Spanier in den vergangenen Jahrhunderten bis zu ca. 60.000 Tonnen Silber nach Europa.)
Entgegen vieler Touris jedoch haben wir uns aber gegen einen Besuch in einer solchen Miene entschieden. Zu einem hatte Julia ein bisschen mit der Höhe zu kämpfen und richtig Bock in einen viel zu engen und warmen Mienenschacht zu krabbeln hatte ich auch nicht. Also lieber Stadt anschauen und nächsten morgen weiter nach Tupiza fahren. Von hier aus werden wir uns die nächsten Tagen die Salzwüste Boliviens erkunden. Nach den letzten zwei Wochen des Rumgammelns endlich wieder Action. Wir werden berichten…

Bolivien – La Paz und Sucre

LA PAZ
Die Bilder sind ja bereits online, aber auch in La Paz haben wir wieder einiges an Erfahrung dazu gelernt, die die Bilder nicht vermitteln können…

Ich hatte ziemlich falsche Vorstellungen von dieser Stadt. Zum einen dachte ich es sei die Hauptstadt Boliviens, ist es aber nicht, es ist lediglich der Regierungssitz. Die Hauptstadt dagegen ist die wesentlich kleinere (und wie wir jetzt wissen) schönere Stadt Sucre.

Außerdem dachte ich, dass eine Stadt die mehr als 800.000 Einwohner hat und Regierungsstadt ist, einen gewissen Fortschritt vorweist… Doch das Erste was wir am Nachmittag unserer Ankunft sahen waren Reisebusse die das Dach zum Kofferraum umfunktionierten, Menschen die in der Vorstadt El Alto zwischen unfertigen Bauten rumlungerten, tausende Marktstände auf einfachstem Niveau, Müll und Auspuffgase….

La Paz wirkte wie ein zu groß gewordenes Dorf mit Straßen die nur Berg hoch führen… Und hier wollten wir drei Nächte, also 4 ganze Tage verbringen??? Oh mein Gott….

Doch nach dem ersten Kulturschock (schließlich kamen wir ja gerade vom sonnigen, gechillten Copacabana am Wasser) öffneten wir uns dieser Großstadt. Wir erkundeten die Märkte – sowohl die Touristischen als auch die Einheimischen. Gingen in die Seitengassen, in den Finanzbezirk und zu den als Sehenswürdigkeiten gekennzeichneten Plätzen.
La Paz blieb zwar dreckig (vor allem wegen der Auspuffgase), ist keine besonders schöne Stadt, und ist auch mit dem Standard einer Großstadt in Europa nicht zu vergleichen (es gibt einfach keine Läden mit Türen -ALLES wird auf der Straße verkauft-), aber durch die zahlreichen Märkte (die in irgendeiner Art und Weise 7 Tage die Woche zu finden sind) hat es seinen eigenen Charme.

Wir kauften die ersten (fairtrade) Geschenke (Jahaaaa wenn der Zoll es zu lässt bringen wir etwas mit 🙂 und feilschten AUF SPANISCH auf dem Markt um Gemüse und Obst.

Doch da Bolivien einfach so so so günstig ist, ist es teurer selbst zu kochen als Essen zu gehen. Deshalb entdeckten wir auch bald unser neues Lieblings Cafe – das Café del Mundo.

Sehr klein und in einer der Haupttouristenstraßen gelegen ist es auf Tripadviser -zu recht- auf Platz 2 der besten Restaurants in La Paz. Betrieben wird es von Schweden, die irgendwann selbst als Touristen nach La Paz kamen und etwas Heimat vermissten. Und so gründeten sie ihr Cafe mit der Intension, dass jeder Tourist -egal woher- sich hier etwas wie zu Hause fühlen sollte. Daher gibt es asiatisch angehauchte Sandwichs, Schwedisches Frühstück, amerikanische Pancakes brasilianischen Kaffee und tolle Fruchtshakes, aber auch das ganz normale Spiegelei mit Toast. Überall hängen kleine Bilderrahmen mit Schnappschüssen rund um den Globus. (Ähnlich wie Fabians Pose bei uns zu Hause im Flur.) Jedenfalls waren wir jeden Tag dort um entweder zu frühstücken – Ich liiiiiiiebe Erdbeermilkshakes!!! – oder zum Lunch und immer wieder erfreut darüber, dass das Essen gewürzt war, schmeckte und wir es bei uns behielten… (Leider alles nicht immer voraussetzbar in Bolivien.)

Wir kamen an einem Freitag in La Paz an und seitdem war jeden Tag Action auf der Plaza vor der San Francisco Kirche. Es gab entweder tagsüber Kindertanzprogramm, Clowns, oder Künstler die Bilder ausstellten oder 10 verschiedene Blaßkappellen-Orchester die sich gegenseitig battleten. (Ja, wirklich, da standen sich jeweils 30 Bläßer und Trommler gegenüber und pusteten sich gegenseitig an und es sah aus als ginge es ums gewinnen…?)
Es war wirklich immer Highlife und wahnsinnig spannend die Einheimischen zu sehen wie sehr sie sich über einen Clown freuen oder sich die Kinder mit strahlenden Gesichtern eine Zuckerwatte vom Papa kaufen ließen.

Allerdings gab es auch die dunkle Seite – es gab unzählige bettelnde alte Frauen, viele mit dunkler Skimaske vermummte Männer die den Passanten für wenige Bolivianos die Schuhe putzten und sehr viele aufgedunsende Alkoholiker.

Da wir in La Paz nur einen weiteren Berg, Aussichtsturm oder eine weitere Inkastätte hätten besichtigen können, die Death-Road mit Mountainbikes runter rasen, oder -Fabian hatte tatsächlich kurz darüber nach gedacht- zu einem Hexen-Amateur-Wrestling hätten gehen können, entschieden wir uns dafür den letzten Tag mit einer Stadtführung zu beenden.
(Jaja sorry, klingt lahm, aber ich wollte gerne lebendig nach Hause kommen 🙂 Und zum Glück war die Stadtführung gar nicht so langweilig!)

STADTFÜHRUNG LA PAZ
Sehr coolerweise wird diese von Einheimischen zusammen mit Hinzugezogenen kostenlos angeboten. Man kann jeden Tag entweder um 9 oder 14 Uhr zu einem bestimmten Platz kommen und dort steht dann einer mit rotem Base Cappie.
In unserem Fall waren wir ca. 14 Leute aus verschiedensten Ländern (USA, Australien, Holland, Belgien, Schottland…) die diese 2,5 stündige Tour mit machten.

Es war alles andere als eine typische Stadttour. Die zwei Jungs erzählten uns vielmehr Gruselgeschichten und Hintergrundinfos aus La Paz und über die Kultur Boliviens als das wir etwas ‚besichtigten‘. Das gefiel uns super!
Wir lernten, dass das Gefängnis in mitten La Paz liegt, weil die Stadt immer größer wurde und irgendwann war es dann also nicht mehr am Stadtrand, sondern liegt nun mitten im Zentrum… Außerdem gibt es kaum einen Ort der korrupter ist als dieses Gefängnis… Einsitzende Macht-habende Politiker und reiche Geschäftsmänner bestellen sich regelmäßig Frauen und Alkohol in ihre ‚Zellen‘, Drogenbosse stellen Kokain im Knast her und werfen es dann zur Rechten Zeit über die -nicht sehr hohen- Mauern und die Gefängniswärter verdienen sich ihr Geld mit ‚weggucken‘ und Erpressungen. Das Gefägnis ist chronisch überfüllt, auch weil jeder Inhaftierte seine Familien mit im Gefängnis wohnen hat – das heißt dort wohnen Kinder und Frauen mit Ihren straffälligen Männern im Gebäude…
Früher durfte man das Gefängnis als Touri sogar besichtigen – bis zuviel gefilmt wurde und diese Filme auf Youtube landeten bzw. bis eine schwedische Touristin zu viele Internas an die Presse verriet und dies dem Bolivianischem Staat zu viel Rummel wurde.

Während der Tour erzählten sie uns, dass es ja unzählige -gleiche- Marktstände gäbe und wie Frauen nun mal so sind, seien die Damen untereinander sehr eifersüchtig. Man sollte also nie mit einer Tüte voll Obst von einem Stand zum anderen gehen, denn es kommt schon vor, dass die Dame dir dann nichts verkauft, weil sie sagt ‚Geh doch da hin wo du das andere Obst gekauft hast!’…

Außerdem lüfteten sie das Geheimnis, warum die meisten Frauen so viele Lagen Röcke und meist einen Hut tragen. Die vielen Lagen sind zum einen Tradition, zum anderen aber auch praktisch, da es morgens sehr kalt ist und der Markt ja -wie unsere Märkte auch- bereits sehr früh startet. Außerdem ist es eine Art ‚Sexsymbol‘, wenn die Damen dicke Hüfte und Pos haben, da sie dann gebärfähiger seien. In sehr ursprünglichen Orten seien aber vor allem aber die Waden interessant – hat eine Frau stramme ‚Hachsen‘, dann kann sie gut arbeiten und anpacken…
Der Hut dagegen sei völlig unnütz und lediglich ein Statussymbol. Umso teurer der Hut um so mehr kann die Dame damit angeben. Eine wirkliche wahre Geschichte woher diese Hut-Tradition kommt erfuhren wir nicht.

Stattdessen aber Rituale wie Männer -zum Teil wohl auf Dörfern immer noch- sich Frauen angelten. – Die Frau die Ihnen gefällt wird mit einem Stein so hart am Kopf beworfen, dass sie Ohnmächtig zusammen bricht. JA! Mit-einem-STEIN, OHNMÄCHTIG! Und dann packen die Männer das ‚Opfer‘ und die Frau muss ein Jahr (das sogenannte ‚Testjahr‘) mit diesem Mann verbringen in dem er sich dann entscheidet ob er sie behalten will oder nicht….

Also spätestens hier dachte ich, dass entweder die Jungs spinnen oder Bolivien echt noch sehr sehr hinterwäldlich ist…

Als wir dann während der Tour den Hexenmarkt erreichten, erfuhren wir, weshalb hier tote Lamaföten verkauft werden. Wie in ganz Südamerika glauben die Menschen sehr stark an die Muttererde (Pachamama) und müssen dieser Opfergaben geben, wenn Sie sich etwas nehmen. Und so ist es Tradition, dass jeder der in Bolivien ein Haus baut ein Lamafötus an der Stelle der Baustelle verbrennt an der die Türschwelle gebaut wird. Ganze Bauarbeiter verweigern sogar die Arbeit, wenn dieses Ritual nicht abgehalten wird. (Zumal danach einige Tage mit Alkohol gefeiert wird, bevor der Bau weiter geht.)

Ähnliches gilt für alle möglichen spirituellen, geistigen und finanziellen Wünsche oder Ziele – die Einheimischen gehen in die ‚Hexenstraße‘ und lassen sich ihren individuellen Teller voller Opfergaben zusammen stellen, den sie dann verbrennen und fest an die Kraft des Rituals glauben.

Am Rande der Straße sahen wir einen sehr alten Mann der einer noch älteren Frau gerade die Zukunft vorhersagte – dazu wurf er immer wieder Cocablätter auf ein Tuch und ‚las diese’…

Ziemlich krass ist aber, dass die Jungs uns berichteten, dass vor gar nicht allzu langer Zeit Gerüchte in La Paz rum gingen, dass auch Menschenopfer erbracht wurden. Denn umso höher das Haus bzw. der Wunsch, umso größer müsse ja auch die Opfergabe an Pachamama ausfallen. Und so hätten einflussreiche Bauherren alkoholsüchtige Obdachlose bis zur Bewusstlosigkeit betrunken und sie von einem Abgrund gestoßen. Belegt sei dies durch tatsächlich aufgefundene Tote in La Paz…

Ein weiterer Höhepunkt der Geschichten aus dem Leben La Paz’s war, dass sie uns davon abrieten besoffen oder voller Drogen durch La Paz’s hinterletzte Straßen zu fahren, da es wohl auch schon vorgekommen sei, dass Fanatiker Menschen in das Bauchfett geschnitten hätten um das Fett für Rituale zu nutzen…
Außerdem sei ein mit -traditionellen- Drogen vollgepumpter Tourist mal nackt auf die San Francisco Kirche geklettert und beim Sprung nach unten gestorben… Es sei also nicht ratsam im Hochland Drogen zu konsumieren.
Danke für diese tollen Tips und Gruselgeschichten…

Auch wenn Fabian und ich bei vollem Verstand sind, konnten wir uns tatsächlich vorstellen, dass an diesen Geschichten etwas Wahres dran ist, denn hier in La Paz fällt ein Alkoholiker mehr oder weniger nicht auf… Traurig aber war, wenn hier einer am Boden liegt, laufen alle daran vorbei als sei es bloß ein weiterer Straßenhund…

Ein etwas lustiger Moment war dann, als wir in den 17. Stock eines Hochhauses fuhren um die Aussicht über die Stadt zu genießen. Denn dort konnte man auch ‚House-Running‘ machen. Für alle die das nicht kennen – an Seilen befestigt läuft man die Außenfassade eines Hochhauses runter und es gibt tatsächlich Menschen die dafür Geld bezahlen…
Jedenfalls war genau zu unserem Besuch gerade so eine Wahnsinnige an Seilen befestigt – aber sie Schrie wie am Spieß und war sich ihrer Sache und Entscheidung so gar nicht wirklich sicher… Es war zu gleich lustig, als auch beängstigend… Am Ende hat sie es dann aber tatsächlich gemacht udn kam voller Adrenalin wieder nach oben, wo sie von uns allen mit Applaus begrüßt wurde. In Bolivien kostet dieser Spass umgerechnet € 15,-…in Deutschland zahlt man dafür das zehnfache…

Nach der Tour ging es zurück ins Hostel und wir holten unser Gepäck, liefen zum Bahnhof und stiegen in einen der Nachtbus nach Sucre. Und so endete dann unser La Paz Aufenthalt.

SUCRE
Nun sind wir seit gestern in Sucre und diese Stadt ist wesentlich sauberer und schöner. Unser Hostel ist großartig, weshalb wir gerade nochmal um eine weiter Nacht verlängern, auch um länger im günstigen Bolivien zu bleiben.

Gestern kauften wir auf dem Markt und im Supermarkt ein und kochten uns mal vernünftige Spaghetti Bolognese, auch wenn dies teurer als Essen gehen war, genossen wir es mal in der Küche zu stehen und danach gemütlich zu zweit im freien einen leckeren chilenischen Rotwein zu trinken 🙂

Auf gut Deutsch: ‚Wir lassen es uns gut gehen!‘

Wir hoffen ihr Euch auch und schicken viele Grüße in die Heimat!

Julia & Fabian

P.S.: In ca. 4 Tagen beginnt dann ein neues Abenteuer – wir buchen einen 3 bis 5 Tagestrip in die berühmte Salzwüste Boliviens. Also es wird dann wieder spannend 😉

Relaxing – the name of game in Copacabana

Nach drei verregneten Tagen in Puno haben wir uns morgens um 07:00 Uhr in einen Bus nach Bolivien gesetzt.
Copacabana hieß verheißungsvoll unser Ziel. Und wir sollten nicht enttäuscht werden…
 
Nach knapp drei Stunden Fahrt entlang des Titicacasees erreichten wir die bolivianische Grenze, wo alles erstaunlich unbürokratisch und entspannt über die Bühne ging. Auch das Wetter wurde nun immer besser und bald waren keine Wolken mehr am Himmel.

2013.10.15_Copacabana (3)

In Copacabana angekommen gingen wir erst mal in unser Hostel. Dieses war eher ein kleines, aber sehr feines Hotel mit Blick über den gesamten Ort und den See.

2013.10.16_Copacabana (20)

Beim ersten Schlendern durch die Gassen der Kleinstadt sind wir in einem kleinen Café hängengeblieben und haben Juan kennengelernt.

2013.10.16_Copacabana (8)

Er ist eigentlich Straßenkünstler, hilft aber gerade einem Freund aus und serviert somit Essen für die Touris.

Seit 5 Jahren kommt er jedes Jahr für drei Monate aus Argentinien nach Bolivien, genießt die Sonne und geht in die Lehre bei einem Schamanen. Der gesamte Ort, wie auch Juan, war ein bisschen alternativer und man sah viele Rastazöpfe durch die Straßen flitzen. Wir kamen jedenfalls schnell ins Gespräch und er gab uns Tipps, wo man in Bolivien und Argentinien günstig Souvenirs einkaufen kann, das beste Grass Südamerikas (Anm.: Wir hatten nicht danach gefragt…) und den besten Wein findet. Wir haben viel gelacht und es war ein schöner Start in Bolivien.
 
In den nächsten Tagen hat Julia ihre Liebe für Hängematten entdeckt und wir – immer noch krank – uns langsam auskuriert. Das Wetter hat sich zum Glück gehalten und so haben wir auf 3.800 m Höhe unseren Teint aufgefrischt und außer schlafen, gammeln und essen nicht viel gemacht. Es war also richtig schön und wir konnten erholt unsere Reise Richtung La Paz fortsetzen.

2013.10.15_Copacabana (14)

2013.10.15_Copacabana (16)