Südafrika – Kapstadt

1. Tag in Kapstadt1. Tag in Kapstadt1. Tag in Kapstadt1. Tag in Kapstadt1. Tag in Kapstadt1. Tag in Kapstadt
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Südafrika – Kapstadt, ein Album auf Flickr.

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Kapstadt – von allem ein bisschen

Auch wenn wir mit den Berichten hinten dran sind, weiß der ein oder andere bereits, dass wir uns sehr verliebt haben;
Kapstadt ist einfach genau unser Ding – von allem ein bisschen und nicht zu viel!

Wir haben in den letzten 9 Tagen so ziemlich jede Touristenattraktion sowie alle Tipps anderer Kapstadt-Liebhaber und Einheimischer abgefrühstückt und bis auf die ‚Longstreet‘ (Touristenshopping- und Barmeile) auch wirklich alles positiv aufgesaugt.

Das Bilderalbum spricht für sich, aber für die Lesehungrigen hier eine keine Zusammenfassung:

Ankunft in Kapstadt
Am Mittwoch Abend (19.12.) verfuhren wir uns dank des Navis erstmal ordentlich und landeten in der Nähe eines Townships und mussten erkennen, dass es die Zieladresse mit, marginalem Unterschied, zweimal in Kapstadt gibt 🙂
Am richtigen Ort angekommen erwartete uns die Nachbarin mit den Hausschlüsseln und ein einwandfreier Blick auf den Sonnenuntergang hinter dem Tafelberg und das gemietete Haus konnte sich auch sehen lassen!

Wir gingen dann erstmal in den Sparmarkt ums Eck und deckten uns für den nächste Krieg ein 😀

Kapstadt 2. Tag
Am nächsten (Sonnen) Tag erkundeten wir dann die Gegend. Um uns zu orientieren fuhren wir also erst einmal zur berühmten V&A Waterfront, also zum Hafen Kapstadts mit all seinen Touristenrestaurants. Und das kann sich wirklich alles sehen lassen – sehr schick und sauber, schon touristisch, aber alleine in dem riesigen, modernen V&A Shopping Center könnte man einiiiiige Stunden vertrödeln.
Aber da wir ja nicht zum Shoppen hier sind (schade), flanierten wir nur am Wasser und fuhren dann nachmittags durch einige schickere Orte namens Camps Bay, Hout Bay und landeten dann an einem sehr kleinen, charmanten Strand des Örtchens ‚Llandudno‘, der nicht mehr als 500 Einwohner hat. Den Tipp hatten wir von Fabians Arbeitskollegin, die zu recht sagte, dies sei wohl der ‚coolste‘ Strand Kapstadts.
1. es war unglaublich windig, 2. es gab sehr viele ‚coole‘ Surfer, 3. eine Villa war cooler als die andere, 4. coolerweise gab es keine Touristeneinrichtungen (keine Shops, Märkte, Stände, nicht mal nen Kiosk) und 5. war das Wasser EISkalt 🙂

Aber um etwas vorweg zu greifen – dies wurde unser absoluter Lieblingsstrand in Kapstadt!

Wir genossen den wunderschönen Sonnenuntergang und kochten dann ‚zu Hause‘ die altbewerte Bolo 🙂

Kapstadt 3. Tag
Da uns auch am 3. Tag die Sonne weckte und wir bereits vor 2 Wochen online Tickets für den Tafelberg gekauft hatten, entschieden wir uns heute Kapstadt von oben zu betrachten.
Zuvor fuhren wir aber erstmal in den Stadtteil ‚Bo-Kaap‘ um uns die bunten Häuser an zu sehen. Das Bo-Kaap (Malay Quarter) wird auch Cape-Muslim-Quarter bzw. Tana-Baru genannt und ist geprägt von Minaretten und pastellfarbenen Häuser. Diese Häuser anzusehen war für uns zwar ‚ganz nett‘, aber länger als eine halbe Stunde liefen wir dort nicht entlang, denn mehr gab es auch nicht zu sehen. Wir streiften dann noch kurz die Longstreet, die als Bar- und Fressmeile für Touristen bekannt ist und da wollte ich dann nur schnell wieder weg, denn uns penetrierte eine Drogenabhängige über mehrere Minuten und wollte, dass wir ihr Geld oder Essen geben. Erst als Fabian ihr klar und deutlich ‚No!‘ sagte, ließ sie von uns ab und suchte sich das nächste Touristenopfer. Für mich ist das immer unerträglich, weil ich auf der einen Seite geben möchte, aber ich nicht Jedem Geld schenken KANN und Jemanden abzuweisen fällt mir echt schwer…
Außerdem war diese Longstreet auch so schon schrecklich -man wurde angegafft und überall lungerten komische Gestalten rum… Nix für uns.

Also ab zum Tafelberg!
Uns wurde so oft gesagt, dass die Zeit um Weihnachten in Kapstadt unerträglich sei, weil alles viel zu voll sei…
Ja – der Tafelberg und die Seilbahn nach oben waren gut besucht, aber wirklich überfüllt war es nicht.
Allerdings hatten wir nicht so ganz auf dem Schirm, wie riiiiiesig der Table Mountain National Park ist.
Denn oben angekommen hat man nicht nur einen sensationellen Blick über Kapstadt und wir konnten sogar bis zur Robben Island (der Gefangeneninsel, auf der Nelson Mandela Jahrzehnte lang eingesperrt war) sehen, sondern man kann stundenlang wandern.

Und da wir ja neuerdings große Wanderfans sind, taten wir dies – erst 30 Minuten oben den Berg mit Aussicht entlang und dann 2,5 Stunden mutter-seelen-allein verschiedenste Wege über Stock und Stein (und Leitern) durch die Natur… Blöd war, dass wir zu wenig Wasser dabei hatten und erst die Sonne pratzte und dann kurz vorm Schluss, als es nur noch bergauf ging die berühmte Wolken-‚Decke‘ des Tafelbergs aufzog… Irgendwann sahen wir nur noch Nebel und waren froh, als wir heil wieder in den Touristengruppen ankamen, die lediglich oben die Aussicht genossen. Außerdem gab es unzählige Einheimische, die den Tafelberg als Picknikort nutzten – überall gesellige Runden mit Speis‘ und Trank und einem super Blick auf die hinabfallenden Wolken – wunderschönes Naturschauspiel!

Kapstadt 4. Tag
Am 4. Tag nahmen wir uns dann mal einen Samstagsmarkt vor, denn ich wollte Souvenirs shoppen 🙂
Der Markt hiess ‚The Old Biscuit Mill Neighbourgoods Market‘, fand auf dem Gelände und in der Halle einer ehemaligen Backfabrik statt und wurde als DER Markt in Kapstadt beschrieben und so dachte ich ‚wunderwasdakommt’… Naja. Es war ein ziemlicher Hipster-Rich-Markt. Also sehr viele schicke Taschen, SchnickSchnack und Klamotten von Designern. Außerdem sehr coole Einrichtungsgegenstände und unzählige Fressbuden mit Essen aus der ganzen Welt als Fingerfood oder als Geschenk zum mitnehmen. Überall gut angezogene Endzwanziger, Dreißiger mit Plastikbecher Bier in der Hand und am Quatschen. Irgendwie war es eher eine Art Fest, als ein Markt.
Also alles in allem ein cooler Markt in dem ich mich hätte arm kaufen können, aber nichts für Schnäppchen-/Souvenirjäger (wie wir es mit dem Rucksack sein müssen) und leider hatten wir auch bereits gegessen… Blöd.

Also fuhren wir dann weiter und besuchten das ‚District Six Museum‘. Kurzer Auszug aus wikipedia, für alle die nicht wissen was es damit auf sich hat:
District Six war der Name des 1867 geschaffenen sechsten Bezirks im südafrikanischen Kapstadt. Dieser Bezirk diente vor allem freigelassenen Sklaven, Händlern, Künstlern, Arbeitern und Immigranten als Wohnort, denn District Six lag nahe dem Stadtzentrum und dem Hafen. Die gewaltsame Räumung und Zerstörung des als multiethnisches, kulturelles Zentrum geltenden Stadtbezirks ab den späten 1960er Jahren und die Umwidmung in ein „weißes“ Wohnviertel gilt als eines der Musterbeispiele für die menschenverachtende, rassistische Politik der Apartheid.

Wirklich unfassbar, dass es so etwas wie die Apartheid geben konnte! Unfassbar schrecklich!

Da es dann erst Nachmittags war und Weihnachten näher rückte, fuhren wir zum Bloubergstrand und machten ein kurzes Weihnachtsshooting und beobachteten die unzähligen Kite-Surfer.

Kapstadt 5. Tag
Halbzeit in Kapstadt. Und so wollten wir nun endlich mal auch INS Wasser und nicht nur das Meer vom Strand aus bewundern. Also fuhren wir nach Muizenberg – ein kleiner Ort mit langem Strand an der False Bay mit vielen bunten Strandhäuschen (Umziehkabinen).

Leider war es so windig, dass der Sand einem regelrecht gegen das Bein peitschte und so sprang Fabian zwar kurz ins Wasser, aber wir fuhren dann schnurstracks zum Llandudno-Strand, an dem wir dann unseren Sonntag mal zum Faulenzen nutzten 🙂

Kapstadt 6. Tag
Am 23.12. hatten wir bereits vorher gekaufte Tickets für die Robben Island Tour, die immer Wochen lang im Voraus ausverkauft ist… (Und durch den Tod von Nelson Mandela noch beliebter ist.)
Leider war es dann umso ärgerlicher für uns, als wir an der Waterfront am Bootssteg ankamen und man uns sagte, dass die Tour für heute abgesagt wurde. Das letzte Boot kam gerade in den Hafen, aber an diesem Tag werde kein weiteres mehr raus fahren, da der Wind zu stark sei.
Leider war kein Nachholtermin mehr möglich – nächste freie Tickets erst ab 04.01.2014
Und so mussten wir uns mit der Rückbuchung des Geldes und ein paar Bildern im Gebäude zufrieden geben…
Ärgerlich, aber besser als das uns auf dem Meer etwas passiert und ein Grund mehr nochmal nach Kapstadt zu kommen 🙂

Als Alternativprogramm gingen wir dann ins riesige Aquarium, was sich tatsächlich sehen lassen konnte!

Abends gönnten wir uns dann ein leckeres Fischessen in einem der Restaurants an der Waterfront mit Blick in den Hafen und buchten für den nächsten Tag eine Sunset Cruise auf einem Katamaran.

Weihnachten
Und dann kam der gefürchtete 24.12. – Ich dachte vor der Reise, dass es der schlimmste Tag der Reise werde, da ich noch NIE von der Familie getrennt Weihnachten gefeiert habe! Tatsächlich war es aber ein wirklich toller Tag – denn hier in Kapstadt erinnerte einen (fast) NICHTS an Weihnachten!

Vormittags fuhren wir raus in die Weingegenden um Kapstadt (Stellenbosch, Franschoek und Co.) und machten für umgerechnet €2,50 p.P. ein Wine & Cheese Tasting! (Schon touristisch, aber unschlagbar für den Preis!) Kauften Wein, Baguette und Käse für den Abend und schlenderten im Sonnenschein durch das französische Franschoek und aßen dort dann ‚zu Weihnachten‘ Fisch.

Am Abend fuhren wir dann wieder zum Hafen und während in Deutschland wahrscheinlich gerade beschert wurde, tranken wir Sekt und sahen den Sonnenuntergang auf einem windigen Katamaran. – Absolut kein Weihnachten, aber absolut schön anders!
Und so viel es uns, als Reisende nicht schwer kein Weihnachten zu haben. Aber natürlich haben wir unsere Familien trotzdem vermisst, als wir sie dann via Skype gesehen haben 🙂

Kapstadt 8. Tag
Am vorletzten Tag fehlte uns eigentlich nur noch das Kap der guten Hoffnung auf unserer Kapstadt-To-do-Liste.
Also fuhren wir in den Cape-of-Good-Hope National Park und leider war dies dann am 25.12. (am Weihnachtstag der Kapstädter) tatsächlich keine so einzigartige Idee. Es erwartete uns eine lange Autoschlange am Eingang und auch am Cap selbst fuhr ein Touribus nach dem anderen vor, so dass wir nach 2 Stunden genervt wieder raus fuhren, zumal auch das Wetter dann nicht mehr so schön war.

Während der Fahrt nach draußen begegneten wir dann noch einer Pavian-Bande, die sich unter anderem auf den Dächern der anderen Autos bequem machte. Hinter der Scheibe lustig an zu sehen, aber wir waren sehr froh, dass sie von unserem Auto fern blieben.

Nächster Stop war dann der ‚Boulders Beach‘. Denn hier lebt eine Kolonie von ca. 3.000 afrikanischen Pinguinen. Und ich liiiiiiebe Pinguine – sie sehen so tollpatschig aus! Leider war der Akku der Kamera leer und so sind es nur in paar Schnappschüsse geworden.

Auf dem Rückweg fuhren wir noch nach Camps Bay und aßen in einem der angesagten Beach-Restaurants Muscheln und sahen wiedereinmal einen fantastischen Sonnenuntergang.

Kapstadt 9. Tag
Am 9. Tag machten wir eine Town Ship Tour. Was makaber klingt ist eigentlich eine aufklärende Sache.
Denn ehrlich gesagt wussten weder Fabian noch ich was es genau mit den Town Ships auf sich hat. Klar hatten wir schon viele Wellblechhütten an den Straßenrändern gesehen, aber auch sehr viele Steinhäuser dazwischen entdeckt. Außerdem wurden wir schon von zu Hause aus gewarnt, dass wir da ja auf uns acht geben sollen. Aber wir trafen ja bereits in Kestell 3 junge Mädels die als Freiwillige Entwicklungshelfer im Township arbeiteten und auch lebten. Diese erzählten eher harmloses und hatten keine Angst.

Joah und es war dann tatsächlich eher harmlos, aufschlussreich, aber stimmte uns auch nachdenklich.
Wir fuhren mit unserem Auto bis zum Besucher’zentrum‘ – einem Gebäude in dem selbstgemachte Handarbeiten verkauft wurden und man uns erklärte, dass dort Workshops für die Frauen und Kinder statt finden.

Danach zogen wir 2 Stunden zu Fuss mit unserem Guide -Thondo- zu Dritt durch Langa, einem der ältesten Town Ships Südafrikas.
Zu nächst zeigte er uns die Frauen die Schafsköpfe über dem Feuer verbrannten – eine Delikatesse für die Town Ship Bewohner und ein ungewohntes Bild für uns…
Während dem Weg sahen wir auf den Straßen viel Müll und Dreck, die ein oder andere tote Ratte. Aber auch viel bunte Wäsche, singende und Musik hörende Hipster, lachende Kinder mit Eis-verschmiertem Grinsebacken.

Thondo erlaubte uns jegliche Fragen zu stellen und gewährte uns Einblicke in das Leben und Miteinander. Er sagte uns auch, dass wir lieber keine Süßigkeiten o.ä. verschenken sollten, da die Kinder sonst untereinander eifersüchtig werden. (So ein Mist, wir hatten gelesen, dass man welche mitbringen soll und hatten unzählige Lutscher dabei…)

So zeigte er uns drei verschiedene Schichten – die Mittelklasse und Oberschicht Häuser sowie die Wellblechhütten.
Die Oberschicht wohnt in stink normalen Häusern mit Garten, Haus und Hundehütte und Zaun drum herum. Direkt daneben grenzen aber bereits die Mittel- und Unterschicht. Die Mittelschicht hat Wasser und Strom und wohnt in Steinhäusern. Aber in den meisten wohnen 3 Familien zusammen in EINEM Raum. Sie teilen sich nicht viel mehr als 9m²… Unvorstellbar, wenn wir es nicht selbst gesehen hätten.
Wir durften -es war uns schrecklich unangenehm- in ein Zimmer rein schauen und Thondo fotografierte wie wir peinlich berührt mit unseren Lollis in dem ‚Haus‘ dreier Familien standen…

Danach besichtigten wir eine der Wellblechhütten, diese sind zwar nicht Wetterbeständig, bieten aber den Familien viel mehr Privatsphäre und Platz, deshalb gibt es auch so viele davon. Allerdings gibt es hier nicht überall Strom und kein fließend Wasser.

Nach kurzer Zeit waren wir dann auch wieder umringt von Kindern. Wir spielten kurz ‚hoch werfen‘ und es dauerte nicht lange bis aus 3 Kindern 8 wurden, die dann alle an Fabian hingen, kneiften und zogen… Er wusste gar nicht wo er zu erst anfangen sollte mit dem ‚hoch werfen‘. Für uns war das lustig und die Kinder hatten sichtlich Spass und wollten unbedingt Bilder machen.

Thondo bejahte unsere Frage, ob die Kinder Bildung hätten. Alle Kinder müssten ab 7 Jahre in die Schule.
Allerdings hatten wir in keinem der Unterkünfte Papier, Stifte oder Bücher gesehen.

Wir fragten ihn dann auch, ob es nicht komisch sei, dass die schwarze Bevölkerung in Town Ships außerhalb der Innenstadt wohne.
Er sagte, dass sei so besser. Wir verstanden nicht und er erklärte, dass sie andere Bräuche hätten und oft auch wesentlich lauter seien und das würden die weißen Südafrikaner nicht verstehen. Und so blieben auch die Schwarzen der Oberschicht lieber im Town Ship.
Wir versuchten im zu erklären, dass es doch auch positiv sei Kulturen zu mischen und voneinander zu profitieren und dass man auch zusammen leben kann. Und da kam dann das erste mal sein ‚echtes‘ Gesicht zum Vorschein – und er war sichtlich aufgebracht. Er sagte, dass sich die weißen Südafrikaner nicht für sie interessieren würden, dass NIEMALS ein weißer Südafrikaner eine Town Ship Tour mitmachen würde. Dass wir extra aus Europa kamen und uns das hier ansehen, aber ‚DIE‘ niemals. Aber so sei das in Südafrika und so sei es ihm wichtig, dass die Lüge, das Town Ships gefährlich und die Schwarzen böse und arm seien wenigstens bei den Touristen aufgeklärt werde.

Und ja, es stimmt, ich hatte während der 2 Stunden kein einziges Mal Angst oder ähnliches. Und ja, ich habe jetzt ein anderes Bild von Town Ships, auch ein fröhliches. ABER wir haben auch gesehen, dass die ‚Standards‘ zum Leben ganz andere sind, als wir es gewohnt sind. Und dass in Südafrika ein Verständnis für ein gemeinsames Miteinander auf beiden Seiten teils fehlt bzw. noch viel Zeit braucht und wir hoffen sehr, dass die Hautfarbe und Kultur kein Grund bleibt um sich voneinander zu distanzieren! …

VIELEN DANK und FROHE WEIHNACHTEN

Liebe Familie, liebe Freunde, liebe (unbekannte) Leser 🙂

Wir wünschen Euch von Herzen frohe und harmonische Weihnachtstage im Kreise Eurer Liebsten!

Außerdem möchten wir uns ganz herzlich bei allen bisherigen und kommenden Spendern bedanken –
jeder Euro kommt an und bewirkt Großartiges!
DANKE DANKE DANKE!

Liebe Grüße

Julia & Fabian

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Garden Route | Halbzeit unserer Reise!

Und nun ist es tatsächlich soweit, wir haben bereits die Hälfte unserer Reise hinter uns! Aber verdammte Axt! Wir haben auch och die Hälfte vor uns und schon soooooooooo viel erlebt! WAHNSIIIIINN!!!

Wir hängen ein bisschen mit den Berichten hinter her, da Südafrika tatsächlich sehr sehr lebenswert ist und wir es genießen nicht ständig Internet zu haben.

In den letzten Tagen meinte es das Wetter wieder gut mit uns und um so weiter wir in den Süden gefahren sind, um so wärmer und sonniger wurde es. Und deshalb haben wir uns entschieden nicht die gesamte Garden Route entlang zu fahren, sondern auch ein paar Abstecher in kleineren Buchten und Valleys zu machen.

Jeffrey’s Bay
Vom Addo Park fuhren wir zum Surfer Spot schlechthin – nach Jeffrey’s Bay!
Es erwartete uns strahlender Sonnenschein, ein ewig langer, breiter weißer Sandstrand, blaues Wasser mit leichten Wellen und spontan buchte Fabian direkt nach Ankunft am Hostel eine weitere Surfstunde.
Ich genoss die Sonne und beobachtete sein ‚Können‘ 😀

Da Jeffrey’s Bay ein Urlaubsmekka der (weißen) Südafrikaner ist, gab es dort auch einige Outletshops gängiger Surfmarken wie ‚BillaBong‘, ‚Quicksilver‘, ‚elements‘ und so. Nach fast 3 Monaten in den selben Klamotten erlaubten wir unser Budget etwas zu strapazieren und gönnten uns ein paar neue Stoffe 🙂

Nature’s Valley
Am nächsten Tag fuhren wir nach ‚Nature’s Valley‘ – und wie der Name schon sagt landeten wir in mitten grünster Natur. Das Hostel war eine alternative Unterkunft mit vielen spirituellen (und möchte-gern-Hipstern) Leuten verschiedenster Herkunft und Alter in mitten der Berge mit Blick in den Wald.

Wir schliefen im mega-Zelt (im Zelt standen zwei Betten inkl. Matratzen) und verbrachten zwei wundervolle Tage mit einer abenteuerlichen Wanderung über Klippen, durch den Wald und am Strand entlang und einigen Stunden im indischen Ozean und in der Sonne am Strand. Außerdem kauften wir den halben Farm Stall (Bauernhofladen) leer, denn hier gab es frisches Brot, Käse, Schinken, Obst und Gemüse und tolle Marmeladen und Honig – alles selbst produziert, erschwinglich und sooooo lecker!
Hier werden wir definitiv nochmal im Leben hin fahren! Erholung und Natur pur!

Da wir ja bisher ausschließlich am Wasser entlang gefahren waren, sollte unser letzter Stop vor Kapstadt ins Innere gehen und so landeten wir – erneut dank eines Tips – im Nirgendwo. Wirklich! Wir hätten diesen Ort – ‚Klein Karoo‘ ohne GPS Daten niemals gesucht und erst recht nicht gefunden….
Es erwartete uns ein super Zimmer mit Blick über die Berge und umgeben von unzähligen Straßenfarmen.
Kein Wasser aber auch hier wieder so weit das Auge reicht eine tolle Landschaft!

Joah und nun sind wir gestern entspannt, braun gebrannt und neugierig in Kapstadt angekommen, haben hier ein tolles Haus und nun noch 8 Tage vor uns bevor es nach Asien geht.

Auf Kapstadt sind wir besonders gespannt, weil es irgendwie schon immer mein (Julia) Traum war, einmal nach Kapstadt zu kommen – mal schauen, ob es hier tatsächlich so ‚traumhaft‘ ist.

Wir werden berichten!

Bis dahin wünschen wir Euch wenig anstrengende letzte Arbeitstage, lasst Euch beim Weihnachtseinkauf nicht stressen und genießt die Stunden im Kreise Eurer Liebsten!

Addo Elephant Park

5 Tage seit dem letzten Bericht und es ist wieder so viel passiert, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, und weil die Sonne draußen (in Kapstadt) scheint, mache ich es kurz 🙂

Am Freitag den 13. sind wir in den Addo Elephant Park gefahren und wurden positiv überrascht.
Wir hatten schon tags zuvor auf dem Weg zum Hostel von der Straße aus Elefanten entdeckt und dachten hier schon, dass dies eine große Entdeckung sei. Zumal wir bereits für Affen auf der Autobahn bremsen mussten und in der Ferne einen Giraffenhals sahen. Aber dann sind wir in den Park rein gefahren (geht ganz easy auch mit einem Kleinwagen, denn die Straßen sind größtenteils asphaltiert) und wurden umgehauen!
Denn so eine ‚Safari‘ macht man meistens um die Big Five zu sehen – das sind Löwen, Elefanten, Büffel, Leoparden und Nashorn. Aber tatsächlich mehr als Elefanten zu sehen ist eher nicht so wahrscheinlich.

Wir fuhren die ersten paar Straßen rein und sahen bereits eine Autoschlange von 6 PKWs.
– „Oh nein, Stau, weil hier Ferien sind!“ Dachten wir, aber nein, mit dem zweiten blick sahen wir IHN! Ein ausgewachsenes Löwenmännchen lag in unmittelbarer Entfernung.
Es sah einfach zu perfekt aus, als hätte er nur darauf gewartet, dass wir kommen! Wahnsinn!
Wir warteten dann geduldig, bis auch wir näher ran rollen konnten und konnten tolle Bilder schießen.
Vielen Dank für dieses Erlebnis lieber Löwe!

Weiter im Park trafen wir dann mehrfach auf viele Elefanten, die oftmals die Straße überquerten, super nah an uns vorbei liefen oder am Wasserloch campierten.

Zebras, Warzenscheine, Büffel und diverse Hirsch-ähnliche Tiere (Kudus u.ä.) sahen wir während der 6 Stunden auch unglaublich nah und es machte wirklich Spass wie bei einem Eier-Versteckspiel zu suchen wo das nächste Tier in diesem RIESIGEN Park sein könnte.

Die Big Five haben wir also nicht vollzählig gesehen, und leider auch keine Giraffe von nahem, da diese eigentlich nicht in diese Region gehören, aber das Löwenerlebnis und die vielen Elefanten waren wirklich sehr sehr eindrucksvoll und wir werden sicherlich wieder kommen um mal DEN Park der Parks zu besuchen – den Krüger National Park oder eine Safari in Kenia zu machen. Einfach nur WOW!

Südafrika – Los geht die wilde Fahrt

Drakensberge

So ließen wir Jo’bourg hinter uns und starteten Richtung Süden zur Küste von Südafrika. Unser erster Stop auf diesem Weg war Kestell, von wo aus wir uns den nördlichen Teil der Drakensberge anschauen wollten. Auf dem Weg dahin machten wir eine ausführliche Bekanntschaft mit südafrikanischen Potholes (Schlaglöchern). Es fing harmlos an, aber nach einer Weile waren wir das einzige Auto auf der Landstraße und dies hatte seinen Grund… Die Schlaglöcher wurden immer größer und schon bald machten diese anteilig mehr von der Straße aus als der eigentliche Asphaltbelag… Dank meiner erstklassigen Fahrkünste überstanden wir und vorallem unser Mietwagen dies unbeschadet 🙂

Endlich in Kestell, einer Kleinstadt mit Blick auf die Drakensberge, angekommen, wurden wir herzlich von Vera-Ann mit einem Pott Kaffee begrüßt. Wir hatten bei diesem Hostel das Gefühl in Omas Garten angekommen zu sein. Hier gab es selbst gemachte Marmelade und es wehte ein leichtes Hippiefler. Hunde (vorallem der auf den ersten Eindruck süße Stafortwelpe Bilbo – in Wahrheit ein kleiner Teufel, der einem ständig gebissen hat) und Katzen flitzten durch den schönen Garten (oder in unser Bett) und am Abend lernten wir die anderen Reisenden beim gemeinsamen Bra (Barbecue) kennen. Am kommenden Tag schauten wir uns auf Vera-Anns Rat (es drohte ein Ungewetter) nicht das bekannte Amphitheater an, sondern wanderten durch das nah gelegene Tal. Dies war auch ein echter Glücksfall – menschenleer, schöne Ausblicke auf die Berge, Wasserfälle usw… So langsam werden wir mehr und mehr zu Wanderern…oh man!

Am Abend unterhielten wir uns noch lange mit Vera-Ann über den Tod von Mandela und den derzeitigen gesellschaftlichen Zustand von Südafrika. Es ist schon ein riesen Unterschied zu Südamerika endlich die Sprache richtig sprechen zu können!
Wir erfuhren, dass es gerade an guter Bildung in diesem Land fehlt und das die Aufbruchsstimmung längst verflogen sei. Hoffnung ist im Keim noch vorhanden, aber die Apartheid ist noch lange nicht Vergangenheit!

Durban

Nach einer fünfstündigen Autofahrt erreichten wir die drittgrößte Stadt Südafrikas – Durban. (Hier leben zudem die meisten Inder außerhalb von Indien.)
Leider wurden wir von Regenwolken begrüßt – und dies sollte sich die nächsten Tage auch nicht mehr ändern 🙂
Unser nettes Hostel lag keine 50m vom Strand entfernt und so konnten wir nachts bei offenem Fenster das Rauschen des indischen Ozeans hören.

Zunächst erkundigten wir die Innenstadt von Durban, wobei es außer der City Hall, der Strandpromenade und dem Fussballstadion nicht viel zu sehen gab. Aber gerade die kontaktfreudigen (dunkelhäutigen) Menschen schlossen wir schnell ins Herz. Man wird sofort mit einem Lächeln angesprochen und kaum eine Minute später ist man schon auf einem Bild für das Familienalbum oder lacht gemeinsam mit allen.
Am nächsten Tag nahm ich (Fabian) mir eine Surfstunde beim Hostelbesitzer Rudy. Wir beiden waren aufgrund des immer noch schlechten Wetters die einzigen im Wasser. Nach kurzen Trockenübungen ging es endlich in die Wellen. Und es sieht wirklich einfacher aus, als es ist 🙂 Immerhin stand ich bei fast jedem Versuch auf dem Brett – meistens jedoch nur für ein paar Sekunden. Ich habe Blut geleckt und werde versuchen hier in Südafrika noch fleißig zu üben!

Coffee Bay

Der sehr kleine und abgelegene Ort Coffee Bay liegt ca. 7 Stunden von Durban entfernt und hier wollten wir eigentlich ein paar schöne Tage verbringen. (Coffee Bay liegt an der „Wild Coast“ und in einem Gebiet, wo es die dunkelhäutige Bevölkerung in Vergangenheit sehr schwer gehabt hat.) Nur leider spielte auch hier das Wetter nicht mit. Wir erfuhren, dass eine große Regenfront aufgezogen ist und wir leider nicht unsere Zeit am Strand verbringen können. So haben wir in unserem kleinen ‚Häuschen‘ entschlossen, schon früher Richtung Port Elizabeth und dortiger Safari aufzubrechen. Schade eigentlich, denn hier mit Blick auf den Ozean und den saftig grünen Hügeln kann man bestimmt sehr gut ein paar Tage die gestresste Reiseseele entspannen.