Viet Nam – Hoi An

Ein kleiner Koffer mehr und Sonnenbrand. Das ist die Kurzfassung von Hoi An 🙂

Die lange Version beginnt in Hue, wo wir morgens um 8 Uhr in den Bus stiegen und nach etwas mehr als 3 Stunden ankamen. Ich merkte gar nicht, wie die Zeit verflog, weil ich ein ultra mitreißendes Hörbuch hörte, was sicherlich schon viele Spiegel-Bestseller-Liste-Buchleser unter Euch gelesen haben – ‚Ein ganzes halbes Jahr‘ von Jojo Moyes.

In Hoi An warfen wir dann unsere Backpacks ins Guesthouse Zimmer und schwangen uns auf die Fahrräder um in die Altstadt zu radeln. Wir wussten, das Hoi An für seine Tailor (Schneider) bekannt ist und wir wollten mal schauen, wie günstig ein maßgeschneiderter Anzug sein mag und ob dies in 1,5 Tagen realisierbar ist?!

Also fuhren wir direkt zu Tripadvisors Nr. 1 und nach 1,5 Stunden hatten wir uns für jeweils einen kompletten Anzug und Hemd sowie Julia für einen 2. Blazer entschieden. Sonderwünsche wie eine zusätzliche Innentasche, bestimmte Innenfutterfarbe und Ärmelstil – kein Problem! Das Maßnehmen ging so schnell, dass wir unsicher waren, was dabei raus kommen wird, aber da wir nur anzahlen und den Rest erst nach Abnahme bezahlen mussten, dachten wir ‚Wird schon!‘.

Wir radelten dann noch etwas durch die von Lampions geschmückten Gassen.

Am nächsten Tag war es so ein tolles Wetter, dass wir erstmal den Vormittag am Strand verbrachten und danach abends zum Schneider gingen um die bestellten Anzüge zu testen und ggf. verändern zu lassen.
Ich war etwas aufgeregt – noch NIE hab ich etwas nur für mich schneidern lassen. (Mit Ausnahme der coolen VIO-Shirts von Manu)

Und wir waren dann wirklich positiv überrascht – die Blazer sehen qualitativ gut aus und auch die Blusen und Hemden sowie die Hosen waren super. Es gab noch ein paar Passformänderungen vorzunehmen, aber das sei bis zur unserer Abreise (am nächsten Tag) gar kein Problem ‚I want you happy, no Problem‘.

Okay – I want me happy too 🙂
Deshalb gingen wir direkt zum Maß-Schuh Geschäft in der nächsten Straße und fragten, ob es möglich sei, Schuhe bis zum nächsten Tag zu fertigen – Sure!
Und so ließen wir von unseren schiefen Füßen Maß nehmen und bestellten Anzugschuhe und ein paar Sandalen. Alles aus Leder und mit der Garantie – bei nicht-gefallen Geld zurück!

Ein Traum für mich, aber nicht für den Geldbeutel. Zu unserer Verteidigung sei gesagt, dass wir zu 99% Berufskleidung machen ließen (bis auf die schönen roten Sandalen ❤️).

So endete der Abend in den beleuchteten Gassen.

Der heutig Tag war nur dafür da zu packen und einen kleinen Handgepäckkoffer zu besorgen um unsere Anzüge und Schuhe so ordentlich wie möglich nach Hause mitbringen zu können.

Ja, wie man sieht war Hoi An ein Shoppingparadies und noch dazu dank des Wetters und des Flusses und Meerzugangs ein Idyllisches Plätzchen, wenn auch touristisch. Erinnerte uns stark an Warnemünde.

Und nun ist es Zeit Vietnam hinter und zu lassen – also fliegen wir heute Abend nach Ho-Chi-Minh (ehem. Saigon) und lassen Da Lat (sehr grün und bergig) aus, zu Gunsten von ein paar Zusatztagen in Kambodscha.

Also Saigon wird nicht sonderlich spannend, aber mal sehen was passiert 🙂

P.S.: Wow wir sind mit unseren Berichten up to date!

Viet Nam – Hue

…und auf dieser Busfahrt (11 h) wurden wir zum Glück nicht von dem bekannten kleinen Gevieh begleitet und konnten die Nacht einigermaßen gut schlafen.

Wir erreichten am Vormittag die Stadt Hue, gelegen am Hương Giang (Parfümfluss) und besichtigten nach einem kleinen Powernap die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt, die nach dem Vorbild in Peking entstand. Diese wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Aber wir waren jetzt nicht restlos begeistert – so beschlossen wir am kommenden Tag die nähere Umgebung der Stadt zu erkunden und buchten eine Motorradtour.

Und so cruisten wir an einem sonnigen Tag durch grüne Reisfelder und besichtigten verschiedene Grabmäler (Nguyễn-König Minh Mang, Grabmal des Tự Đức und das Grabmal des Khải Định). Das schöne hierbei war, das nicht sooo viele Touris unterwegs waren und wir gemütlich durch die großen Anlagen schlendern konnten, welche allesamt eher chinesisch als vietnamesisch angehaucht waren.

Zusätzlich entstand am Ende der Tour bei uns beiden der Wunsch nach der Rückkehr nach Deutschland einen Motorradfüherschein zu machen. Es hat einfach total viel Laune gemacht bei diesem schönen Wetter durch grüne Landschaft zu düsen.

Hue war ein netter Abstecher und die Leute waren wirklich netter als im Norden, was aber bei dem guten Wetter auch kein Wunder ist.

Jetzt geht es weiter nach Hoi An. Dort nehmen wir eine kleine kulturelle Auszeit, da man hier angeblich super shoppen und gleichseitig schön am Strand liegen kann.