Myanmar – Bagan

„Leicht“ verschlafen erreichten wir um 03:00 Uhr morgens Nyaung U – eine kleine Stadt vor Bagan.

(Hier eine kleiner Auszug aus Wikipedia: Bagan (birmanisch, auch Arimaddana oder Arimaddanapura, „Stadt Zerbrecher der Feinde“, und Tambadipa, „Kupferland“ oder Tassadessa, „Ausgedörrtes Land“) ist eine historische Königsstadt in Myanmar mit über zweitausend erhaltenen Sakralgebäuden aus Ziegelstein. Der von Tempeln bestandene Bereich erstreckt sich über ca. 36 km² in einer versteppten Landschaft und bildet eine der größten archäologischen Stätten Südostasiens.)

Da wir keinen Plan hatten, wo genau unser Hostel lag, schnappten wir uns einfach den ersten Kutscher und ließen uns mit einer wärmenden Decke eingewickelt, weiterschlummernd zum Hostel fahren. Da es zum einchecken noch einen ‚Tick‘ zu früh war, machte er uns ein Lagerfeuer und fragte, ob wir nicht gleich (um 05:00 Uhr) den Sonnenaufgang von einer der Pagoden sehen möchten. Wir stimmten zu und so trappten wir schon bald durch die dunkle Nacht. Wir kletterten auf die ca. 20 m hohe Pagode und konnten nach und nach die wunderschöne und mystische Aussicht genießen. Bald zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen des Tages und wir bestaunten den Ausblick auf einige der insgesamt ca. 3.000 Tempel und Pagoden – es war wirklich wunderschön!

Zurück am Hotel checkten wir um 08:30 Uhr ein. Nach einem ausführlichen Mittagsschlaf lernten liehen wir uns Fahrräder und erkundeten die Pagoden auf eigene Faust. Dabei lernten wir am Abend die reizendene Thae Thae kennen. Die 16-jährige führte uns von der Hitilominlo-Pagode auf das Dach eines nahegelegenen Gebäudes um in aller Abgeschiedenheit den Sonnenuntergang zu genießen. Nebenbei unterhielten wir uns sehr ausführlich und erfuhren mehr aus dem Alltag eines Teenagers aus Myanmar. Momentan hätte sie Ferien und arbeitete gerade in Bagan um Geld zu sammeln um auf eine möglichst gute Schule/Uni zu gehen. Diese kosten in Myanmar gutes Geld und dieses sei am ehesten mit den Touristen zu verdienen. Am Ende erhielten wir sogar noch einige knifflige Matheaufgaben als „Hausaufgaben“ – welche wir auch fleißig gelöst haben…
Auf dem Heimweg kauften wir natürlich noch eine Kleinigkeit in ihrem Shop- sie musste uns aber hoch und heilig versprechen, das Geld für ihre Ausbildung zu nutzen – sie möchte gerne Lehrer oder Touriguide werden. Hoffentlich entscheidet sie sich für das Erstere…

Am zweiten Tag radelten wir sämtliche Highlights Bagans ab und stellten fest, je kleiner die Tempel desto schöner. So gönnten wir uns zum Beispiel ein Mittagspäuschen auf dem Dach einer abgelegenen kleinen Pagode völlig ungestört von weiteren Touris in Alt-Bagan.

Insgesamt können wir sagen, dass eigentlich schon jede einzelne Pagode/Tempel einen Besuch wert ist und dass die unglaubliche Fülle an buddhistischen Heiligtümern die Region zu recht zu einer wirklich sehr besonderen machen.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns nun schon auf die Natur, denn nach gefühlten tausend Buddha-Statuen, Tempeln und Pagoden in jeglicher Form und Größe ist etwas Abwechslung nicht so schlecht.

Also auf zum nächsten – und vermutlich letzten – Ziel in Myanmar:
Auf zum Innle-See!

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