Tupiza, Bolivien

Tupiza ist eine kleine Stadt im Süden Boliviens, die ein wenig an den wilden Westen und den Cran Canyon erinnert. Relativ ausgestorben innerorts, aber unglaubliche Felsformationen und farbenfrohe Gebirgsketten um den Ort herum.

Diese einmalige Landschaft erkundeten wir dann montags mit einem Pärchen aus der Slowakei mit dem besagten Triathlon. Aber nein keine Sorge, wir haben keine verborgenen Talente entdeckt – der ‚Triathlon‘ bestand hier aus:
1. 3-Stunden Jeep durch die Berge
2. 3-Stunden Reiten durch die Täler
3. 40 Minuten downhill Mountainbiken

Es war ein weiteres Highlight der Natur wie ihr anhand der Bilder ansatzweise sehen könnt.
(*Anm.: Sobald wir wieder schnelleres Internet haben, voraussichtlich in Argentinien ab dem 02.11….)
Aber die echten Farben der Berge, das Gefühl auf den Pferden durch die trockenen Täler zu reiten, auf dem Mountainbike in dieser Kulisse bergab zu rasen und dabei Lamas zu begegnen und die Felsformationen waren so unfassbar, dass Bilder dem leider eh‘ nicht gerecht werden können.

Auch hier hatten wir wieder großes Glück mit der Begleitung – das Pärchen war super nett und konnte fließend Spanisch. Außerdem gehört ihm eine Travel Agency in der Slowakei und er war mehr oder minder beruflich unterwegs, und so gab er uns selbstlos viele hilfreiche Tips für unseren weiteren Weg durch Chile und Argentinien. Vielen Dank!

Am selben Abend buchten wir die 4-tägigen Tour in die berühmte Salzwüste (Salar de Uyuni).

Von Potosi nach Tupiza

„Tenemos un problema!“
(dt.“Wir haben ein Problem!“)
So begrüßten wir am Sonntag, morgens um kurz nach 7Uhr die Dame am Busterminal-Kartenverkaufsschalter.
Denn man hatte uns gestern (26.10.) ein Ticket mit dem Datum von übermorgen (28.10) ausgestellt, statt für heute (27.10.). Obwohl wir es -natürlich in einwandfreiem Spanisch- ‚para mañana‘ (dt.“für morgen“) geordert hatten 🙂

Den Fehler hatten wir natürlich erst gemerkt als wir schon im Hostel in Potosi waren. Auf gut Glück sind wir dann morgens zum Busbahnhof und tatsächlich – sie lächelte bloß und gab uns einen neuen Zettel. Wie einfach! (Stellt euch mal vor wir wurden am Schalter der Deutschen Bahn um einen kurzfristigen, kostenlosen Umtausch eines Tickets bitten…)

Mittlerweile haben wir irgendwie eine lateinamerikanische Gelassenheit – als wir gestern in Potosi ankamen merkten wir im Taxi, dass wir keine Ahnung hatten wie die Adresse des Hostels lautet und ließen uns auf gut Glück in den Ort fahren (tatsächlich fanden wir das Hostel), dann das falsche Busticket und jetzt nach Tupiza war es uns völlig egal, dass der Bus gar nicht von unserer gebuchten Busgesellschaft war… Hauptsache wir sitzen drin und es ist das richtige Fahrtziel–> Tupiza.

Hier in Bolivien läuft eben alles eher wieder wie in Ecuador – tranquillo („ruhig“). Das die Strecke dann statt 6 nur 4,5 Stunden dauerte war uns recht, auch wenn es sehr ungewöhnlich war.

Wir lernten im Busbahnhof Robert kennen – einen unglaublich netten, vitalen Herren im Ruhestand, der mit seiner Frau in Südafrika lebt und dessen Tochter viele Jahre in Bolivien gearbeitet hat und ihn drängte unbedingt die Salzwüste zu besuchtet, „bevor er abkratzt“.(O-Ton Robert)

Neben den schönen Landschaften, die wir auf unserer Reise sehen, sind vor allem die Begegnungen mit anderen Reisenden so spannend – jeder hat seine eigene kleine Geschichte zu erzählen!
Leider reiste Robert bereits am nächsten Tag in die Salzwüste und unsere Wege trennten sich.
Wir buchten für Montag dann erst einmal einen ‚Triathlon durch Tupiza‘.