Sucre & Potosi

Nachdem wir im staubigen und lauten La Paz ein paar Tage verbracht haben, sind wir mit dem Nachtbus nach Sucre gefahren. In diesem Nachtbus hatten wir echt richtig viel Platz und die Möglichkeit unsere Sitze um 180 Grad zu kippen. Und das Ganze für gerade mal 14€ pro Person!

Sucre ist die offizielle Hauptstadt von Bolivien und bekannt für seine weißen Kolonialbauten und seine Schokolade 😄. Das Hostel erwies sich als ein Glücksgriff. Das sehr sympathische Besitzerpaar (Olivier & Jaqueline) kam vor acht Jahren aus der Schweiz nach Bolivien, um sich hier in Sucre ihren Lebenstraum zu erfüllen. Das Hostel war liebevoll eingerichtet, hatte große Zimmer, einen schönen Patio und lag in unmittelbarer Nähe zum Hauptplatz (Plaza 25 de Mayo) und zum Markt. Gleich am ersten Tag haben wir uns auf diesem Markt mit all möglichen Lebensmitteln eingedeckt und abends erst mal anständige Nudeln Bolognese gekocht. Es hat (auch mir) mal wieder Spaß gemacht sein Essen selbst in der Küche zu machen und es vor allem zu würzen. Dazu muss man wissen, dass die meisten Speisen hier in Südamerika eher ein bisschen fade sind. Außerdem gab es an diesem Abend eine leckere Flasche Chilenischen Rotwein dazu…
Uns gefiel es hier in Sucre nun so gut, dass wir gleich am nächsten morgen unseren Aufenthalt verlängerten.
So erkundigten wir die Stadt und Umgebung die nächsten Tage genauer und uns gefiel es, dass man zur Abwechslung sehr viele junge Menschen (Anm. d. Red.: Es gibt wohl eine Uni in Sucre) sah und die Stadt eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlte. Am letzen Abend gingen wir auf den Tipp von Jaqueline in ein besonderes „Restaurant“. Es lag zwar etwas abseits der normalen touristischen Wege, aber man muss sich in dieser Stadt selbst zur späten Stunde keine Sorgen um seine Sicherheit machen. Wir !klingelten! dann also an der beschriebenen Adresse und der Besitzer öffnete uns lächelnd die Tür. Man hatte nun nicht das Gefühl in einem typischen Restaurant zu sitzen, sondern mehr bei Freuden zu Hause eingeladenen zu sein und im Wohnzimmer das Essen serviert zu bekommen. Es bleibt festzuhalten: Sucre ist ein wirklich schöne, lebenswerte Stadt und selbst bolivianischer Rotwein schmeckt super! 😉

Potosi – die höchst gelegende Stadt der Welt (4060 m)

Potosi liegt drei Stunden entfernt von Sucre und ist berühmt für seine Silbermiene im Berg „Cerro Rico“. (Über diese Mienen brachten die Spanier in den vergangenen Jahrhunderten bis zu ca. 60.000 Tonnen Silber nach Europa.)
Entgegen vieler Touris jedoch haben wir uns aber gegen einen Besuch in einer solchen Miene entschieden. Zu einem hatte Julia ein bisschen mit der Höhe zu kämpfen und richtig Bock in einen viel zu engen und warmen Mienenschacht zu krabbeln hatte ich auch nicht. Also lieber Stadt anschauen und nächsten morgen weiter nach Tupiza fahren. Von hier aus werden wir uns die nächsten Tagen die Salzwüste Boliviens erkunden. Nach den letzten zwei Wochen des Rumgammelns endlich wieder Action. Wir werden berichten…

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