Lima

Guten Morgen zu Hause!
Wir sind seit 5 Uhr wach und sitzen -mal wieder- in einem Bus zu unserem nächsten Ziel – Richtung Süden nach Ica.

Da wir für die 4,5 stündige Fahrt wieder mit unserem Lieblingsbusunternehmen ‚Cruz del Sur‘ unterwegs sind, können wir die Rückenlehnen nach hinten stellen und aktuell noch bequem im Internet surfen. Großartig!

Also vertreibe ich mir die Busfahrt mal mit einem Bericht aus Lima:

Wir kamen Samstag Abends hungrig in Lima an und nach dem Einchecken sind wir dann einfach mal drauf los gelaufen.
Haben uns natürlich direkt mal verlaufen. Zum Glück ist der Stadtteil ‚Miraflores‘ so schick und wahrscheinlich auch teuer, so dass nirgends jemand rumlauerte und überall Sichereitspersonal rumlief. Also kein Grund zur Sorge.

Irgendwie haben wir es dann geschafft eine sehr schöne Winebar zu entdecken , in der es leckere Nudeln gab. Ein Glas Wein war dann natürlich Pflicht 🙂
Allerdings zweifelte ich an meinem Verstand, als ich aus dem Weinglas trank und mir aufgrund von Farbe, Geruch und Geschmack ganz sicher war, dass es sich nicht um einen Sauvignon, sondern um Aqua sin Gas handelte… Ich überlegte wie ich das auf Spanisch reklamieren könnte…
Da kam dann aber zum Glück schon der Kellner und hatte selbst gemerkt, dass das falsch war. Hahaha, das war bestimmt ein Test…
Der Sauvignon war dann super!
Danach ging’s heim und erstmal schlafen.

Frühstück (helle Brötchen, Marmelade, Wurst und so etwas wie Käse, guter Kaffee) war dieses mal im Zimmerpreis inklusive und so saßen wir im Wohn- und Essbereich, der liebevoll dekoriert war mit ganz viel Gedöns (Surfbretter, Masken, Karten, vergessenes Equipment von Touris…).
Der Hostelbesitzer – Francis – setzte sich zu uns und stattete uns mehr als 30 Minuten mit allen notwendigen Informationen aus und zeichnete jedmöglichen Weg farbig in einem Plan ein… WOW! Was für ein Service!

Das Hostel ‚Albergue Mirafloreshouse‘ liegt super zentral um im ‚Trendviertel‘ von Lima, in Miraflores alles Sehenswerte zu entdecken.
Und so liefen wir am ersten Tag erstmal 5 Stunden durch die Gegend und stellten fest, dass Miraflores schicker ist als so mancher Stadtteil in deutschen Städten. Die angelegten Parks ähneln dem Kurpark in klein. Die Geschäfte sind teilweise europäisch. Und am Wasser -gegenüber der schicken Hotelketten- wurde ein edles Einkaufszentrum in die Klippen gebaut.

Miraflores wirkt sehr sicher und irgendwie ‚aufstrebend‘.

Da Sonntag abends die Restaurants fast alle geschlossen haben, aßen wir in einer Art Hühnchen-‚Blockhouse/Maredo‘.

Abends fuhren wir dann noch mit dem Taxi zu einer ‚Wassershow‘. Was nicht viel mehr bedeutet, als das wir uns in einem großen Park viele Springbrunnen mit Licht und unterschiedlichen Spritzarten sowie eine Lasershow ansahen. Eintritt bloss 4Nueves Soles = 1,20€. War sehr amüsant den ganzen Familien beim Sonntag Abendausflug zuzuschauen!

Am Montag Morgen fuhren wir dann mit dem Bus nach Lima in die Innenstadt. Auch hier verfuhren wir uns erstmal und landeten im ‚echten‘ Lima. Hier sah man eingestürzte Häuser, unzählige Geschäfte in denen man die komplette Polizeiuniform kaufen konnte (nein, bestimmt muss man vorher keinen Arbeitsausweis vorlegen…) und wir waren die einzigen Gringos (Ausländer).

Lieber mal schnell zurück über die Brücke! Dort sahen wir uns dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Erzbischofpalast, Regierungsgebäude,Brunnen etc) an und entschieden, die Innenstadt doof zu finden.

Zurück in Miraflores wollten wir Meeresfrüchte essen, da in der Gegend ein gutes Restaurant seien sollte. Leider hatte es Montags zu. Da es für die Winebar noch zu früh war (17Uhr) spazierten wir wieder Richtung Meer und liefen in den Parc del Amour 🙂

Zur ‚Feier des Tages‘ (10% unserer Reise liegen hinter uns) aßen wir dann in einem super Restaurant mit Blick aufs Meer. Es gab traditionelles Ceviche (roher Fisch mit Zwiebeln, Chillis in Essig), gutes Steak, und Crêpes bzw. Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern. KÖSTLICH!
Und trotzdem voll im Budget!

So endete unser letzter Abend in Lima.

Fazit: im Gegensatz zu den bisher gesehenen Städten Quito und Guayaquil ist Lima -oder Miraflores- einen Besuch wert und hat uns positiv überrascht, wenn gleich der Smok der Großstädte einfach furchtbar ist!

Und jetzt geht es langsam Richtung Machu Pichu. Erster Stop ist die Stadt Ica, von der wir mit dem Taxi nach Huacachina, einer kleinen Wüstenlagune fahren in der wir Sandboarden wollen.

Morgen geht es dann weiter nach Nascza zu den berühmten Nascza-Linien. – Den mysteriösen Zeichnungen in der Wüste, die man nur aus der Luft sehen kann. Hier muss mich Fabian noch davon überzeugen in so ein Miniflugzeug zu steigen… Mal sehen.
Und danach geht es dann nach Cusco wo wir dann mehrere Tage die Inkastätte besichtigen.

Es bleibt also mal wieder spannend und wir berichten demnächst. 🙂

Bis dahin liebe Grüsse!